David Bowie - Station To Station (Deluxe Edition) - Cover
Große Ansicht

David Bowie Station To Station (Deluxe Edition)


  • Label: Capitol/EMI
  • Laufzeit: 122 Minuten
Artikel teilen:
8/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Weiter geht’s mit der großen Wiederveröffentlichungswelle von David-Bowie-Alben.

Die Schlacht ist noch nicht geschlagen! Denn weiter geht’s mit der großen Wiederveröffentlichungswelle von David-Bowie-Alben. Als neuester Streich seines Ex-Labels EMI Records wird zum fünften Mal (!) das zehnte Bowie-Studioalbum aus dem Jahr 1976, „Station To Station“, herauspoliert und in zwei unterschiedlichen Editionen auf den Markt gebracht

Für den gutbetuchten Sammler erscheint „Station To Station“ als Luxus-Box-Set mit fünf CDs, drei LPs und einer DVD, während Otto Normalverbraucher sicher auch mit der einfachen „Collector’s Edition“ mit dem Hauptwerk im „Original Analog Master“ sowie einem bis dato unveröffentlichtem Live-Mitschnitt eines Konzerts im Nassau Coliseum in Uniondale, New York vom 23. März 1976 auf insgesamt drei CDs, verpackt in einer kleinen Box, zufrieden sein wird.

„Station To Station“ (01/1976) ist der Vorläufer zu Bowies „Berliner Phase“, in der der Londoner die legendären Alben „Low“, „Heroes“ und „Lodger“ (1977-1979) aufnahm und an den Produktionen der Iggy-Pop-Werke „The Idiot“ und „Lust For Life“ (1977) beteiligt war. „Station To Station“ entstand von Oktober bis Dezember 1975 in den at Cherokee Studios in Los Angeles. Als Produzent stand diesmal nicht Bowies Vertrauter Tony Visconti zur Verfügung, sondern Harry Maslin (Bay City Rollers, James Taylor) als Co-Produzent neben dem Meister selbst.

In den sechs Songs seines zehnten Studioalbums ahnte David Bowie die kühle Ästhetik des New Wave der 80er Jahre voraus, verknüpfte den Sound aber mit Elementen aus Krautrock („Station to station“) und Funk („Stay“). Während der Aufnahmen war David Bowie schwer dem Kokain verfallen, sodass er sich heute kaum noch an Details erinnern kann. Für solche Rückbesinnungen sind Bowies Studiomusiker zuständig, die zu seiner festen Live-Band avancierten und auch auf der Bonus-Beilage „Live at Nassau Coliseum“ zu hören sind.

An diesem 23. März spielten Bowie und Band fast das komplette „Station To Station“-Album sowie elf weitere Songs, die allesamt Klassiker-Status haben, wie z.B. „Suffragette city“, „Rebel, rebel“, „Changes“, „Fame“ sowie das Velvet-Underground-Cover „Waiting for the man“. Die Klangqualität der Live-Aufnahmen ist zwar etwas dumpf (vor allem auf der zweiten CD), doch sie kann nicht verbergen, dass hier ein Künstler kurz vor dem Zenit seines Schaffens steht, wobei man sich durchaus darüber streiten könnte, auf welchem Rang „Station To Station“ in der Bowie History einsortiert gehört. Sein bestes Werk ist es sicher nicht, doch in dieser feinen Deluxe Box allemal eine Top-Note wert.

Anspieltipps:

  • Golden years
  • Wild is the wind
  • Word on a wing
  • Changes (Live)
  • Queen bitch (Live)
  • Live on Mars (Live)

Neue Kritiken im Genre „Pop/Rock“
7.5/10

Colors
  • 2017    
Diskutiere über „David Bowie“
comments powered by Disqus