Ash - A-Z Vol. 2 - Cover
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Ash A-Z Vol. 2


  • Label: Atomic Heart Records
  • Laufzeit: 58 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

So richtig los ging es für Ash 1995 mit ihrer EP „Trailer“. Die Iren hatten eine Vorliebe für den Punk der Buzzcocks, schielten aber auch über den großen Teich zu Pavement und den Lemonheads. Inspirationsquellen für ihr Debüt „1977“, das 1996 auf einem Major Label veröffentlicht wurde und Türen aufstieß. Als 1997 die Gitarristin Charlotte Hatherley zu Ash kam, änderte sich der Sound und das Image der Band. Der NME war darüber „not amused“ und es hagelte erstmal Kritik. 2006 stieg Hatherley wieder aus und nach dem Album „Twilight Of The Innocents“ (2007) verkündete die Band, dass dies ihr letztes gewesen sei. Dies hatte keineswegs die Auflösung der Band zur Folge, Ash hatte sich lediglich entschlossen nur noch Singles zu veröffentlichen.

Die Geburtsstunde der A-Z Serie, die dem Konzept alle zwei Wochen eine neue Single herauszubringen folgte. Als man es auf 26 Songs gebracht hatte, kehrte man quasi wieder zum Album zurück und veröffentlichte die Kompilation „A-Z Vol.1“ mit den Songs von A bis M. Dass nun „A-Z Vol.2“ auf dem Tisch liegt ist konsequent und von Vorteil für die Freunde des Longplayer Formats. Mit den Songs von N bis Z geht die Serie zu Ende und man darf gespannt sein, welche Strategie Ash als nächste verfolgt.

Was bekommen wir nun zu hören auf „A-Z Volume 2“? Immer noch kurze knackige Pop-Songs, die Punk, Brit-, Space- und Synthiepop miteinander verquicken. Das hat durchaus seinen Reiz, funktioniert aber nicht als eigenständiges Album sondern als Songsammlung. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Gute Songs können Ash nach wie vor schreiben, doch an ihre Kompositionen des frühen und mittleren Werks reichen sie nicht mehr ganz heran. Dass „A-Z Vol.2“ dennoch eine gute Figur abgibt liegt an der sorgfältigen Umsetzung ihrer Songideen. Das klingt wie aus dem Ärmel geschüttelt und ist doch ihrer Akribie und Leidenschaft geschuldet. Catchy sind die Songs und von hoher Tanzflächentauglichkeit. Der kluge Indie DJ hat eigentlich immer einen Ash Song in der Hinterhand.

Die A-Z Serie ist nicht der ganz große Wurf, den man von Ash vielleicht auch nicht mehr erwarten sollte. Dass aber noch genug Potential in der Band steckt, verdeutlichen diese 13 Songs allemal. Die Anhänger von Ash werden also gut bedient, falls sie die einzelnen Titel nicht längst ihr eigen nennen.

Anspieltipps:

  • Mind Control
  • Physical World
  • Summer Snow
  • Change Your Name

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