Peer - Wir Sind Peer - Cover
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Peer Wir Sind Peer


  • Label: Sitzer Records/Broken Silence
  • Laufzeit: 54 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Peer sind so eine Krisenband. Kehrt das Innere nach außen, schaut euch das große Ganze an. Bestehend aus Mitgliedern von Hund Am Strand, Le Mobilé, Ampl:tude, Sumo und The Grand Coulee wird leicht windschief versucht, große Slogans für die nächste Häuserwand zu kreieren. Sympathisch kumpelhaft ist das Debüt, aber natürlich auch etwas abgelutscht in Form und Inhalt.

Schon das Seminarfahrt-Gruppenfoto, welches das Cover schmückt, vermittelt ein bestechendes Wir-Gefühl: jeder ist Peer. Du bist Peer und er ist Peer und Clothilde aus der Spinozas Metaphysik-Vorlesung ist auch Peer. Alle sind Peer! Was nicht heißen soll, dass nur Geisteswissenschaftsstudenten auf Lehramt (16. Semester aufwärts) sich von Peer Göbel und Co. angesprochen fühlen sollten. Doch etwas befindlichkeitsfixiert darf man gerne sein, wobei viele Songs wie die melancholisch-leichte Vorab-Single „Schutzraum“ aber mit Fug und Recht auch so überzeugen können. Demgegenüber geben sich leider einige Stücke mit leicht platten Zeilen zufrieden: „Seien wir doch mal ehrlich. Es ist eine Krise. Krise, Krise, Krise“ stellen Peer entwaffnend in Song Nr. 3 fest. Nichts gegen simple Texte, aber manchmal machen sie es sich zu einfach.

Doch genug der Kritik. Messbar ist das Gefühl sowieso nicht, wenn „Wir Sind Peer“ Stück für Stück vor sich hin rumpelt und man irgendwie unmerklich beginnt, das alles live sehen zu wollen. Diese Lieder sind doch sowieso für Konzerte gemacht, für viele sich inbrünstig verausgabende Kehlen. Für dieses Scherben-Gefühl halt. Von daher: gut gemacht, Peer.

Anspieltipps:

  • Schutzraum
  • Zürich

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