Cataract - Killing The Eternal - Cover
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Cataract Killing The Eternal


  • Label: Metal Blade/Sony Music
  • Laufzeit: 39 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Hopp Schwiiz! Die Züricher von Cataract sind nicht nur die erste Schweizer Band, die bei Metal Blade unter Vertrag genommen wurde, sondern zeigen der Metal- und Hardcore-Szene auch seit gut zehn Jahren, wo in Europa der Hammer hängt. Begeisterte Kritiker und Tourneen mit Gruppen wie Machine Head, Hatebreed und Slayer sprechen für sich. Seit „With Triumph Comes Loss“ (2004), dem dritten Album in voller Länge, liefern die Jungs stets im gepflegten Zweijahresrhythmus eine neue Schlachtplatte ab. Als Musikstil kristallisierte sich schnell astreiner Metalcore (mit gelegentlichen Ausflügen nach Thrash-Hausen) heraus, und zwar die Variante, bei dem die Hardcore-Komponente überwiegt. Kein klarer Gesang, dafür kurz und schmerzhaft immer schön auf die Zwölf. So auch der weitgehend überraschungsfreie neueste Streich „Killing The Eternal“.

Wie schon das überaus wohlwollend aufgenommene self-titled Album (2008) wurde auch „Killing The Eternal“ von dem Dänen Tue Madsen (Born From Pain, Maroon, Mnemic) produziert. Keine bemerkenswerten Klangänderungen also. – Wäre auch überhaupt nicht nötig gewesen, denn Cataract haben einen tadellosen, fetten Sound gefunden. Auch inhaltlich bleibt das Quintett seinem Stil treu. Das freut die Fans, nur können die kaum erkennbaren Vorwärtsschritte langsam auch ein bisschen ernüchternd wirken, angesichts der Heerscharen von stilistisch beunruhigend ähnlichen Bands wie z.B. Arma Gathas – das aktuelle Projekt von Gitarrist Simon Füllemann, der im Frühjahr 2007 Cataract verließ.

Mal ein schleppender Einstieg, der in ein rasendes Donnerwetter mündet („Lost Souls“, „Reap The Outcasts“ „Black Ash“), mal genau umgekehrt („Failed“, „Urban Waste“), und immer schön Breakdowns einstreuen – Cataract bemühen sich merklich um Kurzweile, vor allem durch viele Tempowechsel, und achten auf eine durchdachte Songzusammenstellung. Fast pünktlich zum Einläuten der zweiten Albumhälfte kommt eine der ansonsten meist kurzen und knackigen Nummern mal etwas atmosphärischer, in die Breite gezogen daher („Mankinds Burden“). Und zwischendurch gibt es auch mal ein rein instrumentales Stück („Killing The Eternal“), das direkt in das folgende Lied übergeht. Kleine aber feine Einfälle in einem trotz allem festgefahrenen Konzept.

Länger hätte das Album wirklich nicht sein dürfen, um eine etwaige Beliebigkeit zu vermeiden. Doch so haben Cataract mit „Killing The Eternal“ ein knackiges, auf den Punkt gebrachtes Soundgewitter fabriziert, das nichts neu erfindet, aber innerhalb der engen Genregrenzen abwechslungsreich genug ist, um Laune zu machen. Wirklich originell kann man das Treiben dieser Schweizer nicht nennen; durch ihre verschiedenartigen Einflüsse (und die ordentlich arschtretende Stimme von Mikrofonhalter Fedi) sind sie dennoch so manchen, wenn nicht sogar den meisten Bands aus der gleichen Musiksparte eine Nasenlänge voraus.

Anspieltipps:

  • Lost Souls
  • Failed
  • Mankinds Burden
  • Hollow Steps

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