Tina Dico - Welcome Back Colour - Cover
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Tina Dico Welcome Back Colour


  • Label: Finest Gramophone/INDIGO
  • Laufzeit: 99 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

In ihrer dänischen Heimat ist die bald 33jährige Singer/Songwriterin Tina Dico ein echter Star. Sie veröffentlichte im zarten Alter von 24 Jahren ihr Debütalbum „Fuel“ (04/2001) und hat seitdem ein Abonnement auf vorderste Hitparadenplätze und den dänischen Music Award inne. Obwohl es schon einen Anlauf gab, die Dänin über ein Majorlabel auch in Deutschland bekannter zu machen, hat Tina Dico bei uns noch immer mehr oder weniger den Status einer Independent-Künstlerin – die jetzt ihr erstes Best-Of-Album vorlegt.

Dafür hat die 32-Jährige nicht einfach ihre liebsten Kompositionen aus dem Archiv gekramt, sondern diese liebvoll neu arrangiert und um neue Songs sowie Raritäten aus ihrer Schatzkammer ergänzt. Daraus resultiert mit „Welcome Back Colour“ ein üppiges Werk, das auf zwei Silberlinge mit den Titeln „Welcome Up“ und „Welcome Down“ verteilt wurde. Diese machen den Kontrast im musikalischen Schaffen der Dänin sehr schön deutlich.

Da sind auf der einen Seite die poppige Facetten, die u.a. die neuen Tracks „Paper thin“ und „Welcome back colour“ prägen und auf der andere Seite die grazile Songwriterin, die kaum mehr als eine Akustikgitarre benötigt, um sich gefühlvoll Ausdruck zu verschaffen (u.a. „Glow“, „Room with a view“, „Watching him go“) bzw. nur auf eine minimale rhythmische Unterstützung zurückgreift (u.a. „Sacré Couer“, „Open wide“, „Stains“).

Mit dieser 26 Songs umfassenden Mischung aus neu und alt (im aktualisierten Gewand) legt Tina Dico nicht nur eine umfassende Zusammenstellung ihrer bisherigen Karriere als Solokünstlerin vor, sondern sie zieht auch gleichzeitig einen Schlussstrich unter ihr Schaffen von 2001 bis heute. Mit der Rückkehr aus ihrer Wahlheimat London nach Dänemark (allerdings nach Kopenhagen und nicht in ihre Geburtsstadt Arhus!) beginnt für die 32-Jährige ein neuer Lebensabschnitt, der sich gewiss auf ihre Kunst auswirken wird. Denn schon in der Vergangenheit waren die Songs von Tina Dico wie ein offenes Buch („Sacré Couer“, „Watching him go“, „The city/London“). Das macht die Songs der Dänin sympathisch. Doch auch eine Best-Of-Zusammenstellung wie „Welcome Back Colour“ kann nicht verhehlen, dass den Liedern nicht selten das zwingende Element fehlt, mit dem sich herausragende von überdurchschnittlichen Kompositionen abheben.

Anspieltipps:

  • One
  • Stains
  • Sacré Couer
  • Break of day
  • Nobody’s man

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