Panico - Kick - Cover
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Panico Kick


  • Label: Chemikal Underground/Rough Trade
  • Laufzeit: 43 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Nicht allzu oft werden hierzulande südamerikanische Bands in den Fokus gerückt. Nun liegt das neue Album von Panico vor, die 1994 in Santiago, Chile gegründet wurden. In Chile erschienen bereits vier Alben bevor sie 2001 nach Paris zogen, wo sie „Telepathic Sonora“ via Sony veröffentlichten. 2005 erschien beim Label Tigersushi „Subliminal Kill“ und danach beeindruckten sie als Live-Support für Franz Ferdinand, mit denen sie inzwischen befreundet sind. In deren Studio nahmen Panico ihr neues Werk mit dem Titel „Kick“ auf, das nun auf Chemikal Underground erscheint. Die Besetzung von Panico: Caroline (Bass, Vocals), Memo (Guitar), Seba (Drums), Squat (Percussions, Noises) und Edu (Lead Singer, Mpc200, Noises, Acoustic Guitar).

Panicos Indie-Rock wird Bandnamen und Album-Titel gerecht. Die Panik in den Songs ist greifbar, die treffsicheren splitternden Stromgitarren werden mit dem gewissen Kick durch die Verstärker gejagt. Hier und da drängen lärmende Soundsacpes und eiskalte Synthies nach vorne; Drums und Bass agieren mit exakten vertrackten Rhythmen. Der Leadsänger namens Edu pendelt zwischen Leidenschaft, Langeweile und Manie, hier und da setzt Caroline den gesanglichen Gegenpol aus dem Hintergrund. Die Referenzen reichen einerseits bis in die späten Siebziger zurück, Gang Of Four, Fad Gadget und Wire sind Anhaltspunkte, andererseits aktuelle Bands wie die erwähnten Franz Ferdinand und sogar das „Primary Colours“ Album von The Horrors schwingt hier mit. Auch mit leiseren Momenten wissen die Chilenen zu überzeugen, man höre bspw. das finale „Distant Shore“.

„Kick“ ist rau, voller Adrenalin und Psychedelia, dennoch bleibt das Klangbild transparent, was auch Verdienst des Kultproduzenten Gareth Jones ist, der legendäre Alben von z.B. Einstürzende Neubauten, Depeche Mode und These New Puritans produziert hat. „Kick“ ist verdammt gut gemachter Indie-Rock, der die niemals banal werdenden Popanteile nicht leugnet. Das geht in Kopf und Beine, hat Herz und Hirn. Klasse!

Anspieltipps:

  • Illumination
  • Icon
  • Waka Chiki
  • Guadalupe
  • Distant Shore
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