Yello - Yello By Yello: The Singles Collection 1980-2010 - Cover
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Yello Yello By Yello: The Singles Collection 1980-2010


  • Label: Polydor/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 78 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

65 beziehungsweise 58 Jahre sind die beiden Schweizer Dieter Meier und Boris Blank inzwischen alt und haben in ihrer über 30 Jahre langen Geschichte als Yello das Electro-Pop-Genre auf ihre ganz eigene Weise geprägt. Nach dem beachtlichen Erfolg von „Touch Yello“ vor gut einem Jahr witterten die hohen Tiere des Labels Lunte und schon ist eine Singlekollektion auf dem Markt.

Doch bevor wir zur Musik kommen, stellt sich wieder einmal die Frage, wer so ein Compilation-Album überhaupt braucht. Sicherlich gibt es eine Handvoll Menschen, die nur das eine oder andere Yello-Werk besitzen und damit schnell und einigermaßen bezahlbar ihren Musikhorizont auf diese Band bezogen erweitern können. Dazu gibt es noch eine DVD mit Musikvideos, die den Kauf schmackhaft machen soll. Dazu ein dickes Booklet, in dem Fans und Neulinge nostalgisch blättern können, während 30 Jahre feinster Electro-Pop aus den Boxen strömt.

Objektiv gesehen gibt es an dieser Liedersammlung nicht viel zu rütteln. Wie immer (und wie sich das auch gehört, um Fan-Diskussionen anzuheizen) werden einigen Hörern bestimmte Titel fehlen, aber gerade bei Yello, die über die Jahre auch ein paar Schwächen gezeigt haben, ist eine kluge Ansammlung von Stücken eine kapitale Idee. Ob die Umsetzung, also die Auswahl einem gefällt, ist die andere Sache. Dazu kommt der angesprochene Nippes, der herrlich CD-Regale ziert und bei manchen Menschen sogar Gebrauch finden wird. Bei der Musik der Eidgenossen selbst sollten wir realistisch bleiben, so gut wie niemand, der von dieser Band bisher noch nichts gehört hat, wird jetzt wie verrückt zuschlagen.

Für Einsteiger: In den letzten Dekaden haben Yello vor nichts Halt gemacht. Ihre Stücke durchbrechen im Normalfall die 5-Minuten-Grenze und so einprägsam einige Melodien des Duos auch sind, so liegt das Hauptaugenmerk der Stücke auf Atmosphäre. Mit „The Race“ haben sie zumindest einen Track abgeliefert, den so ziemlich jeder Bundesbürger kennen sollte (wenn er denn alt genug ist). Sprich: unverschämt tiefe Erzählerstimmen, Synthesizer in allen Farben und Formen und so ziemlich alles, was man sich unter Electro vorstellen kann, der nicht darauf aus ist, bloße Beats in den Raum zu schleudern.

Anspieltipps:

  • The Race
  • Vicious Games
  • Rubberbandman

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