Sodom - In War And Pieces - Cover
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Sodom In War And Pieces


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 47 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Im Sound modernisiert, jedoch im Stil wie eh und je im Old-School-Thrash verwurzelt.

Deutscher Thrash Metal ist Kult und hat seit ein paar Jahren wieder Hochkonjunktur. Mit neuen Alben von Kreator im vergangenen Jahr („Hordes Of Chaos“), Tankard ab Mitte Dezember 2010 („Vol(l)ume 14“), Destruction im Februar 2011 („Day Of Reckoning“) und natürlich Sodom, die im November 2010 vier Jahre nach ihrem letzten richtigen Studioalbum mit „In War And Pieces“ wieder zuschlagen, sind die großen Vier quasi vereint am Start und bereit, den Fans zu zeigen, woher Bartel den Metal-Most holt.

Weil Mastermind Tom Angelripper (Gesang, Bass) der Sound des vorherigen Sodom-Albums im Nachhinein nicht mehr gefiel, wurde mit Produzent Waldemar Sorychta (u.a. The Gathering, Tiamat, Therion, Lacuna Coil) ein alter Bekannter ins Boot geholt, der aus dem Old-School-Sound der Ruhrpottler einen ebenso druckvollen wie zeitgemäßen Klang herausholen sollte. Und das hat der 43-Jährige bei seiner ersten Arbeit für Sodom wahrlich gut hinbekommen, denn Waldemar Sorychta bereitet den melodiösen Thrash-Geschossen mit Nackenbrechergarantie einen satten Klangmantel ohne das Rumpel’n’Roll-Geballer der frühen Jahre. Das ist sehr wohl als Weiterentwicklung zu verbuchen, auch wenn diese vermeintlich glatte Produktion Puristen und alten Die-Hard-Fans vielleicht nicht schmecken mag. Doch so und nur so können Sodom dem jungen Gemüse zeigen wie Thrash funktioniert.

Im Stile einer deutschen Slayer-Ausgabe wummern und knattern Gitarrist Bernemann und Drummer Bobby Schottkowski sich durch wütende Titel wie „Nothing counts more than blood“ und „Storm raging up”, während Tom Angelripper seine bitterbösen Texte über Arroganz, Korruption, Fanatismus, Feigheit, Habgier, Machtmissbrauch und Profilierungssucht mit mehr Inbrunst denn je herausbellt. Sodom agieren dabei sehr variantenreich und spielen gekonnt mit dem Tempo und dem Härtegrad der Songs. Dieses im Sound modernisierte, jedoch im Stil wie eh und je im Old-School-Thrash verwurzelte Stahlgewitter ist allerfeinster und bodenständiger deutscher Metal, wie er hoffentlich niemals aussterben wird.

Anspieltipps:

  • Knarrenheinz
  • Storm raging up
  • In war and pieces
  • Through toxic veins
  • The art of killing poetry

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