Stormwarrior - Heathen Warrior - Cover
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Stormwarrior Heathen Warrior


  • Label: Massacre Records
  • Laufzeit: 48 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach einiger Schützenhilfe von Ex-Helloween Sänger und Gitarrist Kai Hansen stehen die Hamburger Stormwarrior mittlerweile auf eigenen Beinen und durften nach längeren Vertragsverhandlungen für ihren vierten Longplayer „Heathen Warrior“ endlich bei Massacre Records unterschreiben. Dort sind Lars Ramcke (Gesang, Gitarre), Alex Guth (Gitarre), Yenz Leonhardt (Bass) und Hendrik Thiesbrummel (Schlagzeug) inmitten ähnlich gearteter Labelkollegen wie Wizard (das letzte Album „Of Wariwulfs And Bluotvarwes“ erschien im März diesen Jahres) oder Mystic Prophecy (nach „Fireangel“ (05/2009) wird gerade fleißig am Nachfolger „Raven Lord“ gearbeitet) auch bestens aufgehoben, obwohl die „Sturmkrieger“ seit jeher stärker in klassischen Gefilden wildern anstatt modern klingenden Ansprüchen gerecht zu werden.

Diese Vorgehensweise ist im Vergleich zu den Vorgängern bei „Heathen Warrior“ nahezu identisch geblieben. Freunde von gitarrenlastigen Metaltracks, die im Stile von Gamma Ray, Running Wild, Axxis, einem Quäntchen Hammerfall oder eben Helloween aus den Boxen brettern und dabei von Begebenheiten aus der nordischen Mythologie erzählen, werden sich sofort zuhause fühlen und umgehend die Luftgitarre entstauben. Bestens dazu geeignet ist der temporeíche Flitzer namens „Ravenhearte“, der in kompakten 3:20 Minuten alles vereint, was Stormwarrior auszeichnet: Flottes Gitarren- und Schlagzeugspiel, tolle Riffs und eine stets epische Komponente in den hymnisch angelegten Songs.

Ebenfalls rundum gelungen sind die Abschlussnummer „And northern steele remaineth“, die aufgrund ihres perfekten Spannungsbogens mit mystischer Einleitung, wuchtigem Mittelteil und rasantem Finale auch einen fabelhaften Opener gegeben hätte, der Titeltrack, welcher das Zeug zum Instant-Liveklassiker hat, und die knackige, vorwärtspreschende Komposition „Bloode to bloode“, die nicht nur einen astreinen Ohrwurmrefrain, sondern auch einprägsames Riffing anzubieten hat, wodurch selbst bei mehrfachen Durchgängen ein gleichbleibender Hörgenuß gesichert ist. Doch leider ist nicht alles von hoher Qualität, was einem die Hamburger vorsetzen.

Der Chorus nervt bei einigen Songs nämlich schon nach zwei, drei Durchläufen („Fyre & ice“, „The ride of Asgard“) oder hat kaum Durchschlagskraft („The returne“), die Strukturen ähneln sich teilweise stark, sodass der verfolgte Strophe / Refrain / Strophe / Bridge-Solo / Refrain-Korpus keinerlei Spannung aufweist und die Abmischung ist oftmals nicht mehr als durchschnittlich zu bezeichnen, obwohl man aus den dänischen Jailhouse Studios wesentlich Besseres gewohnt ist. Unterm Strich ist „Heathen Warrior“ trotz aller Makel als ordentliches Lebenszeichen von Stormwarrior zu verstehen und eine Pflichtscheibe für alle Power Metal-Anhänger.

Anspieltipps:

  • Ravenhearte
  • Bloode To Bloode
  • And Northern Steele Remaineth

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