Symphorce - Unrestricted - Cover
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Symphorce Unrestricted


  • Label: AFM Records
  • Laufzeit: 41 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
6.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Brainstorm verlassen Metal Blade, sagen zum Abschied mit der Best Of-Zusammenstellung „Just highs no lows (12 years of persistence)“ (11/2009) noch leise Servus und nehmen gleich mal Andy B. Francks Nebenprojekt Symphorce mit. Die hatten mit ihrer letzten Langrille „Become death“ (02/2007) eine ganz ordentliche Scheibe vorzuweisen und dürfen nun ebenfalls bei AFM Records weiterrocken. Stets als nette Ergänzung zu Deutschlands Vorzeige Power Metal-Truppe gehandelt, wird es für Andy B. Franck (Gesang), Cede Dupont (Gitarre), Markus Pohl (Gitarre), Dennis Wohlbold (Bass) und Steffen Theurer (Schlagzeug) nach sechs Alben allerdings langsam Zeit eigene Qualitäten zu zeigen und nicht nur im Schatten des großen Bruders zu stehen.

Dummerweise eignet sich „Unrestricted“ ganz und gar nicht dazu als kleines Geschwisterlein für Furore zu sorgen, denn so halbherzig hat man den Fünfer noch nicht gehört. Dabei startet Album Nummer 7 mit „The eternal“ richtig packend, doch bereits „Until it´s over“ deutet auf die größte Schwachstelle im diesjährigen Symphorce-Kosmos hin: Den Refrain. Jener wird hier nämlich nicht nur exzessiv eingesetzt und nervt bereits ab seinem zweiten Einsatz, sondern auch in den restlichen Kompositionen ist meist ab Erklingen des Chorus Schicht im Schacht, da kann die Gitarrenabteilung noch so geniale Riffs aus ihren Äxten schießen und für offene Münder sorgen, denn komplette Songs („Worlds seem to collide“, „Visions“, „Sorrow in our hearts“) können Dupont und Pohl mit ihren Fingerfertigkeiten damit nicht retten.

Hinzu kommt ein generell unausgewogenes Klangbild, oberflächliches Gedudel ohne Punkt und Komma („The waking hour“, „The mindless“), durch Synthies, donnernde Drums und böse Buben-Attitüde überladene Tracks („The last decision“) und fertig ist der vergessenswerte Power Metal-Cocktail, sodass gelungene Nummern wie „Whatever hurts“ oder „Do you ever wonder“, in dem sich Franck mächtig austoben und mit seiner Stimme richtig tief runtergehen darf, als Ausnahmen mutterseelenallein ihr Dasein fristen. Gott sei Dank kann durch Einlegen der letzten Brainstorm-CD „Memorial roots“ (10/2009) dezente Schadensbegrenzung betrieben werden!

Anspieltipps:

  • The Eternal
  • Whatever Hurts
  • Do You Ever Wonder

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