Azure Ray - Drawing Down The Moon - Cover
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Azure Ray Drawing Down The Moon


  • Label: Saddle Creek/CARGO
  • Laufzeit: 43 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!


Es ist die Verbindung aus Leichtigkeit, Poesie und Schönheit, die einen zum wiederholten Hören dieses Albums verführt.

Mit poetischen Harfenklängen und engelsgleichen Stimmen leiten Azure Ray ihr neues Album „Drawing Down The Moon” ein. „Wake Up, Sleepyhead” ist das zarte Eröffnungsstück, dessen Poesie mit sanfter Elektronik auf „Don’t Leave My Mind“ fortgeführt wird. Nach sieben Jahren Pause und diversen Soloprojekten der Azure Ray Damen Maria Taylor und Orenda Fink hatten viele schon nicht mehr an eine Fortsetzung des Dream-Pop-Duos geglaubt. Um so erfreulicher, dass nun das vierte Azure Ray Album vorliegt.

Auf „In The Fog“ werden Western-Twang-Gitarren mit elektronische Tönen verdichtet, darüber schweben die Stimmen der Schwestern im Geiste. „Larraine“ sowie „On And On Again“ werden mit elegischen Streichern ausgeschmückt. Etwas erdiger und rhythmischer wird das Album mit „Make Your Heart“ und „Silver Sorrow“ (jeweils mit Liz Durrett als Gastsängerin) fortgesetzt, ohne dass der träumerisch-melodische Charakter des Gesamten verloren geht. Für „Signs In The Leaves“ bedarf es lediglich Piano, akustischer Gitarre und den Harmoniestimmen der Protagonistinnen. Sanfter Hall lässt „Love And Permanence“ vibrieren. Dem rhythmisch-märchenhaften „Shouldn’t Have Loved” folgen die verspielten „Dancing Ghosts”. Das finale „Walking In Circles“ erzählt von der Magie der Kreise, dem ewigen Kreislauf, der uns zur Playtaste geleitet, zum erneuten Weckruf „Wake Up Sleepyhead“.

Es ist die Verbindung aus Leichtigkeit, Poesie und Schönheit, die einen zum wiederholten Hören dieses Albums verführt. Die anmutigen Stimmen, die unaufdringliche, traumhafte Produktion von Eric Bachmann, das natürliche Ineinandergreifen analoger und digitaler Elemente, all dies zeitigt ein wunderbares Ergebnis, das dann auch irgendwie die Schnittmenge der Soloalben der Beiden zum Inhalt hat, die sich klanglich dennoch unterscheiden. „Drawing Down The Moon“ ist ein warmherziger Hörgenuss, der zum Träumen einlädt.

Anspieltipps:

  • Wake Up, Sleepyhead
  • In The Fog
  • Larraine
  • Signs In The Leaves
  • Walking In Circles
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