Firewind - Days Of Defiance - Cover
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Firewind Days Of Defiance


  • Label: Century Media/EMI
  • Laufzeit: 55 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Power Metal hat gerne die unliebsame Angewohnheit sich in bedeutungsschwangere bzw. nichtssagende Texte und technisch eindrucksvollem, aber völlig seelenlosem Geprügel zu verlaufen. Die Griechen Firewind rund um Ausnahmegitarrist Gus G. (mit bürgerlichem Namen heißt er Kostas Karamitroudis) konnten diese für Viele verführerischen Klippen stets umschiffen, sodass sogar Ozzy Osbourne auf den Act aufmerksam geworden ist, Zakk Wylde eine Auszeit genehmigt und sich den Firewind-Saitenzupfer ins Boot geholt hat. Auf die Qualität des sechsten Longplayers „Days of defiance“ hatte dies keinen Einfluss, denn Gus G.´s übrige Mitstreiter Apollo Papathanasio (Gesang), Petros Christo (Bass), Bob Katsionis (Keyboard) und Michael Ehré (Schlagzeug) erfreuen sich bester Gesundheit und liefern erneut eine eindrucksvolle Kostprobe ihres Könnens ab.

Schon „The ark of lies“ und „World on fire“ holzen in bekannten, gitarrenlastigen Gewässern und bestechen durch einen abwechslungsreichen Verlauf, der mal ein Keyboard-Solo zu Tage fördert, das an die seligen 70er Jahre erinnert, oder schnittige Riffspielchen an der Gitarre zur Folge hat. In „Embrace the sun“ darf zudem „Das Phantom der Oper“ für kürzere Melodie-Intermezzo vorbeischauen, bei „Kill in the name of love“ und „When all is said and done“ erinnert Sänger Papathanasio an den unvergleichlichen (Gott, hab ihn selig) Ronnie James Dio, das Instrumental „SKG“ putzt sämtliche Rohre durch und könnte beinahe von Dream Theater stammen und „Cold as ice“ inkorporiert griechische Folk-Einflüsse, während „Broken“ eine gelungene Ballade darstellt und „Losing faith“ mit wabernden Synthies hantiert.

Keine Frage, auf „Days of defiance“ gibt es eine Menge zu entdecken, selbst wenn mal ebenso eine schwächere („Chariot“) oder überflüssige („The departure“) Idee Niederschlag findet. „Wir spielen immer noch einen Mix aus Melodic Metal und Rock´n´Roll, aber dieses Album ist dunkler, wütender und heavier. Mein Gitarrenspiel ist besser als in der Vergangenheit, mein Rhythmus ist dicht und heavy, mein Solospiel habe ich verbessert. Es gibt eine Menge cooler Gitarren auf der Scheibe, nicht nur Melodien, sondern auch coole Technik. Dafür habe ich hart gearbeitet.“ gibt Gus G. zu Protokoll und das hört man in (fast) jeder Sekunde. Zum Glück hat sich Firewind nicht von der (Finanz-)Krise im eigenen Land anstecken lassen!

Anspieltipps:

  • SKG
  • Cold As Ice
  • World On Fire
  • Kill In The Name Of Love
  • When All Is Said And Done

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