Styrofoam - Disco Synthesizers & Daily Tranquilizers - Cover
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Styrofoam Disco Synthesizers & Daily Tranquilizers


  • Label: Nettwerk/SOULFOOD
  • Laufzeit: 44 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Belgiens Electronica-Export, Arne van Petegem aka Styrofoam, ist nach „A Thousand Words“ (2008) mit dem neuen Longplayer „Disco Synthesizers & Daily Tranquilizers“ zurück. Der Albumtitel geht auf ein Zitat aus dem Elvis Costello-Stück „This Year's Girls“ zurück und vermag es erneut, für tanzbare, gute Laune in Form von Electro-Pop zu sorgen. Jimmy Eat World-Sänger Jim Adkins erweitert die bisherige Zusammenarbeit mit Styrofoam um übernommene Schlagzeug-Parts, nachdem er beim letzten Werk noch die Guest Vocals beisteuerte. Darüber hinaus geben sich Paul Cook (Sex Pistols) sowie Alan Myers (Devo) die Ehre am Schlagzeug, wobei ansonsten Beats und Keyboards den Ton angeben.

Die Gitarren-Präsenz wurde weit zurückgefahren, um den Analog-Glanz von fast schon historischen Keyboards und Drum Machines einzufangen und mit der modernen Produktion von Wax Ltd. (Wally Gagel) wunderbar einherzugehen. Eindeutig im Mittelpunkt stehen die glasklaren Sounds, deren Erzeugung für Styrofoam nach einigen Alben, u. a. bei Nettwerk und Morr Music, ein leichtes sein dürfte. Viel entscheidender jedoch wird immer wieder die Songwriting-Kunst in den Fokus rücken, die sich auch bei „Disco Synthesizers & Daily Tranquilizers“ wechselhaft präsentiert.

Einerseits rettet die gehörige Eingängigkeit über so manche Lücke in der Song-Dramaturgie hinweg, andererseits gibt es schlicht und ergreifend harmonische Höchstleistungen a la „Carolyn“, welches besonders mit der eingebundenen Gitarre und dichten Synthesizer-Flächen für viel Wohlklang sorgt. „Get Smarter“ befindet sich zeitlich etwas zurückhängend in Electroclash-Regionen, nutzt Vocoder-Elemente und quirlige Loops, auf das der Herbst zurückgedrängt wird, denn Styrofoam ist ganz sicher der Mann für die sorglosen Sommer-Tage des Lebens. In jeder Melodie, in jedem Beat und auch im Gesang des Belgiers lebt eine Wonne, derer man zwar durchaus überdrüssig werden kann, da doch viel zu wenig auf Ecken im Sound geachtet wurde, aber für die Freunde von elektronisch-geprägtem Pop durchaus ein Ohr wert, gerade wenn man es doch eher bodenständig mag.

Anspieltipps:

  • Carolyn
  • Get Smarter
  • Extra Careful
  • Believe Everything

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