7 Days Awake - Interference - Cover
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7 Days Awake Interference


  • Label: Abandon/New Music
  • Laufzeit: 56 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

7 Days Awake spielen einen ziemlich biederen Mix aus Blackmail-, Muse-, Radiohead- und Mars Volta-Zitaten. „Memento 2“ etwa ist schon beinahe dreist von „Origin Of Symmetry“ abgekupfert. Man merkt „Interference“ aber an jeder Stelle an, dass hier viel mehr drin gewesen wäre. Die Band müsste sich nur mal aus ihrem Saft befreien.

Was hier also fehlt, ist die eigene Vision. Die gesamte Platte über jagt ein Déjà-vu das nächste, wodurch sich das Album teilweise gar als Quizobjekt eignet: Akkordfolgen, Effekte, ja ganze Gesangslinien laden zum fröhlichen Ratespiel ein, wer denn nun das große Vorbild war. Kreativität zeigt sich allenfalls bei der durchaus nicht ungeschickten Vermengung der einzelnen Elemente. Auch durch seine gewitzte Dramaturgie kann „Interference“ von daher freilich für einiges an Kurzweil sorgen. Im Ergebnis fragt man sich aber durchgehend, ob das denn wirklich alles sein soll, was 7 Days Awake wollen. Das Talent ist doch da, man müsste nur was draus machen. Einfach mal etwas Mut zum Experiment, bitte.

Von der technischen Seite her betrachtet ist „Interference“ eine ziemlich konservative Platte geworden, wenn man das denn so ausdrücken mag. Ist aber gar nicht mal negativ gemeint. Wie von Abandon Records gewohnt ist die Produktion angemessen druckvoll und transparent geraten. Fans der oben genannten Bands können also unter Umständen trotz des Tribute-Band-Feelings mal reinhören. Und sei es nur wegen der Storm Thorgerson-Kopie für Arme, welche das Cover schmückt. Grenzwertig.

Anspieltipps:

  • Destination Zero
  • Sacrileague

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