The Crown - Doomsday King - Cover
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The Crown Doomsday King


  • Label: Century Media/EMI
  • Laufzeit: 44 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Death auf Thrash treffen zu lassen ist mittlerweile ein alter Hut. Vor über zehn Jahren konnte dieser Fusion allerdings noch ein gewisser Exotenbonus zugestanden werden, eine Zeit, in der The Crown noch Crown Of Thorns hießen und als Inbegriff für eine Mixtur aus amerikanischen und skandinavischen Todesbleis standen. 2004 ließen die Schweden ihre technisch eindrucksvollen Gebilde jedoch ruhen und lösten sich auf. Ihr damaliger Sänger Johan Lindstrand gründete One Man Army And The Undead Quartet (letzter Output war „Grim tales“ von Oktober 2008), Gitarrist Marcus Sunesson kam bei Engel (deren letztes Album „Threnody“ (04/2010) bislang nur in Japan erschienen ist) unter und auch der Rest ging seiner Wege.

Im letzten Jahr verkündeten Marko Tervonen (Gitarre), Marcus Sunesson (Gitarre), Magnus Olsfeld (Bass) und Janne Saarenpää (Schlagzeug) recht unerwartet ihre Rückkehr als The Crown, lachten sich Jonas Stalhammar als neuen Sänger an und begaben sich für ein neues Album ins Studio. Das Resultat hört auf den Namen „Doomsday king“ und bläst einem schon im eröffnenden Titeltrack von sämtlichen Stühlen. Die Schweden gehen es trotzdem ruhig an und legen hiermit noch nicht den ganz großen Wurf ab, obwohl sich „Angel of death 1839“ einer Dampfwalze gleich von nichts und niemanden stoppen lässt und „Age of iron“ nach verbrannten Fingerkuppen riecht, denn „The tempter and the bible black“ verläuft sich trotz atmosphärischem Beginn in Gleichförmigkeit und die beiden Sechsminüter „From the ashes I shall return“ und „To light“ wissen ab einem gewissen Punkt ebenfalls nichts mehr mit sich anzufangen.

Dafür überzeugen die kurz gehaltenen Nackenbrecher. „Soul slasher“ tritt in diesem Sinne besonders heftig in die Weichteile, „Blood O.D.“ prügelt mit stattlichem Groove unbeirrt weiter auf sein Opfer ein und „Through the eyes of oblivion“ und „Desolation domain“ trennen schlussendlich mit geschärften Klingen präzise und fein säuberlich die Gliedmaßen vom Körper, sodass man zerstückelt, aber befriedigt das Licht am Ende des Tunnels in Empfang nehmen kann. Weniger befriedigend ist eigentlich nur Sänger Stalhammar, der wohl keine Stahleier besitzt und aufgrund dessen wohl auch eher wie ein waidwunder Hirsch röhrt anstatt abwechslungsreiches Gegrunze vom Stapel zu lassen und da wir es hier schließlich nicht mit einer Instrumentalscheibe zu tun haben, muss es dafür leider einen Punkteabzug geben. Nichtsdestotrotz stellt „Doomsday king“ eine willkommene Rückkehr der Schweden dar und lässt hoffen, dass der folgende Longplayer wieder makellosere Gefilde ansteuert.

Anspieltipps:

  • Age Of Iron
  • Soul Slasher
  • Angel Of Death 1839
  • Through Eyes Of Oblivion

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