Jamiroquai - Rock Dust Light Star - Cover
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Jamiroquai Rock Dust Light Star


  • Label: Mercury/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 52 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach mehrmaligem Durchhören wird klar, dass Jamiroquai sich nicht vor der Konkurrenz fürchten müssen, weil sie ihren unverkennbaren Musikstil gekonnt durchziehen.

Das letzte Lebenszeichen der britischen Band Jamiroquai waren ihre „Greatest Hits“ vor vier Jahren. Damit war der Vertrag mit Sony Music erfüllt und Zeit für eine Pause. Am Ende dauerte es fünf Jahre, bis der Nachfolger zum 2005er Werk „Dynamite“ aufgenommen wurde. Mit „Rock Dust Light Star“ dockten Jamiroquai nicht nur bei Mercury Records an, sie spielten die 12 neuen Songs zudem live und ohne viel Brimborium in Heimstudio von Frontmann Jay Kay ein. Zusätzlich wurde auch noch in den legendären Karma Studios in Thailand aufgezeichnet, wahrscheinlich um die entspannte Grundhaltung der Band noch mehr zu verfestigen.

Mit „White Knuckle Ride“ schwimmen Jamiroquai scheinbar auf der derzeit grassierenden Dance-Pop-Welle, aber sie bringen ja schon einige Jahre die Discokugel zum Schwingen. Ihre Mischung aus Pop, Soul, Funk und Disco brachten sie nicht nur in ihrer britischen Heimat auf die Erfolgsspur, seit ihrer Gründung 1992 starteten die Briten weltweit durch. Das siebte Album klingt ein wenig ruhiger, gereifter und enthält doch die typischen Markenzeichen: Die eindringliche helle Stimme von Jay Kay, die Arrangements, die den Funk atmen und die Clubfloorfiller, die nur Jamiroquai so beherrschen.

„Hurtin'“ beweist eindeutig, dass die Idee, das Werk live aufzunehmen, eine gute war: In diesem Fall dominieren die Gitarren und es wird ein fast schon erdiger Sound geschaffen. Aber der Song ist eher eine Ausnahme, weil doch Tracks wie „Smoke and Mirrors“ oder das fast schon melancholische „ Blue Skies“ eher typisch für Jamiroquais Club-Lounge-Chill-Out-Klänge sind, ohne dass diese ihre Coolness verlieren. Das spacige „She's A Fast Persuader“ oder das funky-groovende „Two Completely Different Things“ passen ebenso in den relativ breiten Musikkosmos von Jamiroquai. Den guten Abschluss markiert das reggaelastige „Hey Floyd“, welches durch Pianoklänge und gute Tempowechsel aufhorchen lässt und eine durchdachte Songstruktur offenbart.

Nach mehrmaligem Durchhören wird klar, dass Jamiroquai sich nicht vor der Konkurrenz fürchten müssen, weil sie ihren unverkennbaren Musikstil gekonnt durchziehen und auch heute noch Relevanz besitzen. An alte Glanztaten knüpfen sie nicht unbedingt an, trotzdem gehören sie zu den Bands, die man musikalisch sofort nicht nur am Frontmann Jay Kay erkennt und die einfach keine schlechten Alben produzieren können.

Anspieltipps:

  • Hurtin'
  • She's A Fast Persuader
  • Two Completely Different Things
  • Hey Floyd

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