Katra - Out Of The Ashes - Cover
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Katra Out Of The Ashes


  • Label: Napalm Records
  • Laufzeit: 48 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Gegründet 2006 von Sängerin Katra Solopuro, hat es die junge finnische Band schnell geschafft, sich einen Namen in der Musikszene zu machen. Ihr Debütalbum „Katra“, das zunächst nur finnischsprachige Songs enthielt, erregte so große Aufmerksamkeit, dass die Songs für eine internationale Version ins Englische übersetzt wurden. „Beast Within“ (8/2008) war schließlich der Titel des endgültigen Werks. Im gleichen Jahr noch durften sie sich mit dem Titel „Bester Newcomer“, gewählt durch das Musikmagazin Orkus, schmücken. Nun vorliegend ist das Nachfolgealbum „Out Of The Ashes“, das den großen Fußstapfen des Debüts folgen soll.

Den Hörer erwartet Gothic Metal, was schon in den ersten Klängen des Openers „Delirium“ deutlich wird. Starke Gitarrenriffs und schnelle Beats fesseln schnell und machen gespannt auf die Gesangslinien. Doch leider hört es da auch schon auf. Sängerin Katra fehlt es an der besonderen Klangfarbe, die Kolleginnen wie Sharon den Adel (Within Temptation), Anneke van Giersbergen (Ex-The Gathering) oder Tarja Turunen so einzigartig machen. So zieht es sich leider durch das gesamte Album. Begeisternde Melodielinien, die die Hoffnung des Hörers ein wenig wachsen lassen vermischt mit Gesangslinien, die teilweise beinahe in den Hintergrund der Songs rutschen („If There Is No Tomorrow“). Ohrwurmqualitäten bleiben weitestgehend aus.

Die sanft gesungene Ballade „Envy“ ist zumindest in Teilen einer der kleinen Lichtblicke des Silberlings. In den ruhigen Klavierparts schafft es Katras Stimme für einen Moment zu überzeugen, zerstört diesen Zustand aber mit den kräftiger gesungenen Parts des Titels direkt wieder. Mit „Hide And Seek“ verabschiedet sich das Gesamtwerk wenigstens mit dem Funken eines Ohrwurms, denn zumindest der Refrain des Songs klingt zumindest für einen Moment im Gedächtnis des Hörers nach. Leider reicht das nicht aus, um das Album noch einmal völlig herum zu reißen.

Was bleibt? Ein durchschnittliches Gothic-Metal-Album, das nur durch seine Melodieparts und nicht durch seine Sängerin überzeugen kann. In der Masse an Bands des gleichen Genres geht eine solche CD schnell unter, vor allem weil sie in Konkurrenz mit namenhaften Kollegen keine Chance haben würde.

Anspieltipps:

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  • Hide And Seek
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