King´s Tonic - Rock Monarchy - Cover
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King´s Tonic Rock Monarchy


  • Label: Supermusic/ALIVE
  • Laufzeit: 30 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Von der ersten Minute werden die Großen der modernen Punk-Musik zitiert und... dabei bleibt es auch.

Schon die Arctic Monkeys haben beweisen können, dass es nicht viel Zeit braucht, um einen guten Nachfolger unters Volk zu bringen. King's Tonic brauchen nicht einmal ein Jahr, um mit einer neuen Scheibe aufwarten zu können, aber der gedoppelte Titel von „Rock Monarchy/Monarchie des Rock“ ist ein schreckliches Geständnis. Hier handelt es sich gar nicht um ein vollwertiges Album, sondern um ein Split-Album, dass mit seinen dreißig Minuten irgendwo zwischen LP und EP anzusiedeln ist. Bei einem genauen Blick auf die Tracklist sieht man schnell, dass drei Titel doppelt vorhanden sind, was daran liegt, dass die Band diese Stücke auch in deutsch zum Besten geben wollte. Ob das jetzt ein netter Fan-Service oder bloße Abzocke ist, hängt wohl vom Verkaufspreis ab. Der Hörer sollte einfach wissen, dass er eigentlich nur sechs neue Titel zu hören bekommt, bevor falsche Erwartungen entstehen.

Von der ersten Minute werden die Großen der modernen Punk-Musik zitiert und... dabei bleibt es auch. Es geht laut, aber doch sehr glatt produziert zur Sache. Keine Breaks, die den Hörer aus der Bahn werfen, kein besonders emotionaler oder beeindruckender Gesang und absolut keine Stücke, die Anstalten machen, sich im Ohr festzusetzen. Man würde gerne einen Höhepunkt heraussuchen, aber dafür fehlt „der Funke (der) überspringt“, der in der deutschen Version von „Punk Rockoko“ herbeigesehnt wird.

Im Promotiontext findet man die Worte „rotzig“, „aggressiv“ und „frech“ als Attribute zur Beschreibung der Band. Für richtige Punk-Musik (ob modern oder alt) fehlt es hier an allen drei genannten Fähigkeiten. Durchschnittsware, die sich nicht großartig voneinander unterscheidet, die sich jeglicher Abwechslung entbehrt. Gerade die deutschen Vertonungen haben etwas von „Planet Punk“ von den Ärzten, nur dass die Lieder hier keine lustigen, kultigen Texte liefern. Es gibt keine Guten Gründe, sich dieses Album zu Gemüt zu führen. Es fehlt einfach an allem und warum man gutes Geld ausgeben soll, wenn das Genre viel bessere Alternativen bietet, können wahrscheinlich nur Hardcore-Fans beantworten.

Anspieltipps:

  • Rock Monarchy
  • Renaissance (Wer Brauch Heute Noch MTV?)

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