Elliott Smith - An Introduction To... - Cover
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Elliott Smith An Introduction To...


  • Label: Domino Records
  • Laufzeit: 52 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Das frühe Ableben mit 34 Jahren ändert freilich nichts daran, dass Elliott Smith zu einem der intensivsten Songwriter der letzten 15 Jahre gehört hat. Für alle, die trotz seiner Beteiligung am Soundtrack zum Filmklassiker „Good Will Hunting“ (Regisseur Gus Van Sant ist seitdem ein Freund und Fan) bisher noch keine Notiz von Elliott Smith genommen haben oder einfach einen schnittigen musikalischen Überblick haben wollen, kommt fast auf den Tag genau sieben Jahre nach dem Tod des Amerikaners die Compilation „An Introduction To...“ auf den Markt. Alle sieben Alben vom Debüt „Roman Candle“ bis hin zur posthum veröffentlichten Zusammenstellung „New Moon“ sind hier vertreten und ergeben in 14 Songs geformt einen Eindruck, den man allerdings in Form der regulären Alben vertiefen sollte.

Gleich die Information an die Sammler unter den Elliott Smith-Verehrern: Neues gibt es auf „An Introduction To...“ nicht. Alle Songs sind bereits anderweitig erschienen, so auch die Early Version vom Oskar-nominierten „Miss Misery“, die wundervoll naturbelassen die schönste, ruhige Seite des Songwriters zeigt. Sehr melancholisch und nüchtern nur mit Stimme und Akustikgitarre ausgestattet spürt der Hörer durch jede gezupfte Saite die Direktheit der Aufnahme und die dunkle Magie, unverkennbar aus der Feder von Smith. Wenn auch stimmlich nicht mit Nick Drake mithaltend, sind die Parallelen nicht von der Hand zu weisen und so ist Drake sicher als Inspiration anzuführen. So stapelt man mit dieser Aussage hoch, doch nicht minder zutreffend, wenn einen der trotzige Opener „Ballad Of Big Nothing“ so ungeschliffen wie melodieverliebt in diese Compilation entführt.

Auch wenn genau diese ungeschliffenen, unmittelbaren Momente die Qualität eines Singer/Songwriters erst so richtig zum Vorschein bringen und sie vor allem das Debüt „Roman Candle“ prägten, so glänzt zum Beispiel ebenso das ausformulierter instrumentierte „Alameda“ mit seinen empor steigenden Gitarrenläufen und kernigen Drums. Fesselnder wird es jedoch immer, wenn die Kargheit den Songs fast beiläufig so viel Glanz verleiht. Man nehme besonders „The Biggest Lie“, „Between The Bars“, das so zart gebrochene „Needle In The Hay“ oder das direkt froh erscheinende „Angeles“ oder oder oder. Besonders in der Mitte spielt diese Compilation die Stärken von E. Smith aus und zeigt jedem, wie wichtig er war. Nur eben ein zusammenhängendes Album kann sie nicht ersetzen, wie kaum eine Compilation auf dieser Welt.

Anspieltipps:

  • The Biggest Lie
  • Between The Bars
  • Needle In The Hay
  • Angeles

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