Lena Malmborg - Paris To Berlin - Cover
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Lena Malmborg Paris To Berlin


  • Label: Crying Bob Records
  • Laufzeit: 46 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Lena Malmborg aus dem südlichen Schweden ist mit „Paris To Berlin“ bei ihrem dritten Album angekommen und trägt die zwei Städte im Titel, die sie am meisten inspiriert und fasziniert haben. War es zu ihrem letzten Longplayer „Real Love“ vor zwei Jahren noch Paris, welches in ihrem vierwöchigen Europa-Urlaub den größten Eindruck hinterließ, so stand der kürzliche Tapetenwechsel ganz im Zeichen der Hauptstadt Deutschlands. Zusammen mit Sohn Olle, ihrem Lebensgefährten Daniel und dem gutem Freund Joakim von Friska Viljor wohnte Lena das gesamte Frühjahr 2010 dort und kommt nun mit dem von Mats Björke (Mando Diao) produzierten Album „Paris To Berlin“ um die Ecke.

Gleichermaßen von Gospel und 80´er Jahre-Pop beeinflusst, sind noch leichte Jazz-Anteile und ein deutliches Gespür für hinreißende Gesangsharmonien die Merkmale der Platte. Die spielerische Leichtigkeit wird von jedem Song bis zum Ende getragen. Obwohl die Tendenz eine melancholische ist, bleibt doch das Zwinkern in den Augen von Lena Malmborg unverkennbar, was „Paris To Berlin“ so rührend macht und speziell für einen entspannten Sonntag-Nachmittag immer die richtigen Töne liefert.

Vom beschwingten, mit schillernden Percussions und erobernder Rhythmik ausgestatteten Opener „Don't Be Scared“ über den abgehangenen Bar-Jazz von „What Happened To Me“, dem allerdings die Pfeif-Einlagen schwer im Magen liegen, bis hin zum gesanglich herausragenden Soul eines „Killer“ gibt es viele tolle Momente und eine wahre Begabung, die verschiedenen Stile in Pop-Gefilde zu übertragen. Rein technisch gibt es nichts an den Songs auszusetzen, die allesamt ins Ohr gehen, doch auf Dauer fehlt es dem Album dann doch an Konsequenz und wirkt mitunter an manchen Stellen zu bemüht, um an anderen Stellen wieder vollends zu begeistern. Ein Werk, das Höhen und Tiefen hat, mit Hang zum Ersteren.

Anspieltipps:

  • Until You Say Goodbye
  • Messenger Blues
  • Killer
  • From Now On (No. 2)

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