Atlantic/Pacific - Meet Your New Love - Cover
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Atlantic/Pacific Meet Your New Love


  • Label: Arctic Rodeo Recordings
  • Laufzeit: 43 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Bereits seit 2008 gibt es Atlantic/Pacific, das amerikanische Duo bestehend aus Garrett Klahn (Texas Is The Reason, Solea) sowie John Herguth (House & Parish), um erst einmal auf ihrer MySpace-Seite neue Songs zu präsentieren, Shows in den USA und Europa zu spielen, bis dann schließlich die ersten Veröffentlichungen auf Vinyl (Single/EP) folgten. Die Lange Zeit des Wartens auf den Longplayer des begnadeten Folk-Duos hat nun ein Ende, denn passend zu den fallenden Blättern erscheint im Herbst „Meet Your New Love“, das von Ian Love (Rival Schools) zusammen mit Atlantic/Pacific in Brooklyn aufgenommen wurde und eine wohlige Reise durch Folk-Pop sowie Psychedelic-Rock darstellt.

Wie sich die Slide-Gitarre und die tröpfelnden Drums beim Opener „Meet Your New Love“ so zart aneinander schmiegen und „Some Weary Valentine“ in die gleiche Kerbe schlägt, ist Grund genug, die Platte tief in sein Herz zu lassen, zumal man auf Albumlänge nicht enttäuscht wird. Ob mal Piano-Klänge die Sehnsucht vertiefen, der zweistimmige Gesang für Gänsehaut sorgt oder wie beim triumphierenden „Patterns“ eine laue Sommernacht auf diesem ansonsten für den Herbst prädestinierten Longplayer vor dem inneren Auge erscheint, ist außerordentlich stimmig und sicher kein Zufall, wenn man die Erfahrung aus anderen Bands dem Gespann zugute hält.

Musikalisch immer um Details bemüht und diese erfolgreich verquickend, ergänzt um eingebettete Streicher sowie Piano-Sounds oder schlicht Handtrommeln, ist auch die Gefühlsseite eine überaus innige. Garrett Klahn und John Herguth übertragen die Innigkeit im Umgang mit den Tönen direkt auf den Hörer und verstehen es, ohne Umschweife zu berühren. Die ausufernden Classic Rock-Einschübe mit der gehörigen Prise Psychedelic bei „One Of One“ zeigen abermals, wie vielseitig die Amerikaner an ihre Musik herangehen und mit wie wenigen Mitteln sie große Gefühle und eine Präsenz zeigen, die in ihrem Minimalismus nur wenige beherrschen. So klingt sie, die Platte für den Herbst, die sich trotzdem auf keine Jahreszeit beschränken muss.

Anspieltipps:

  • Some Weary Valentine
  • Patterns
  • The Inquisition
  • Ship To Shore

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