Dio - At Donington UK: Live 1983 & 1987 - Cover
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Dio At Donington UK: Live 1983 & 1987


  • Label: Niji Entertainment Group
  • Laufzeit: 97 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Zwei kompakte „Greatest Hits“-Auftritte ohne Schnickschnack.

Als Ronnie James Dio am 16. Mai 2010 im Alter von 68 Jahren starb, verließ eine der großartigsten Stimmen des Hardrock und Heavy Metal unseren Planeten. Er prägte mit seinem markanten Gesang den Sound von geschichtsträchtigen Gruppen wie Elf, Rainbow, Black Sabbath, Heaven And Hell und nicht zuletzt seiner eigenen Stammband Dio. Er war ein Rockstar auf der Bühne und keiner dieser krawalligen Maulhelden, die nicht wussten wie sie sich im übrigen Leben zu benehmen hatten. Kurz gesagt: Ein Mensch und Künstler, den man schwer vermissen wird.

Während die Fangemeinde noch um Ronnie James Dio trauerte, bastelten bereits die ersten Kollegen an Tribute-Alben für den verstorbenen Ausnahmesänger. Und das sicher nicht aus uneigennützigen Gründen, wie eiligst zusammengeschusterte Werke wie „Magic: A Tribute To Ronnie James Dio“ (07/2010) aus dem Manowar-Stall zeigten. Für die Fans hieß es deshalb Ruhe zu bewahren und auf sinnvolle und von Dios Ehefrau Wendy autorisierte Veröffentlichungen zu warten. Schließlich hatten Dio und seine Frau noch im Frühjahr 2010 mit der Niji Entertainment Group ihr eigenes Label ins Leben gerufen, auf dem wichtige Karriereabschnitte Dios dokumentiert werden sollten.

Mit „At Donington UK: Live 1983 & 1987“ steht nun der erste Album-Release der Niji Entertainment Group an, den Dio höchstselbst als Produzent überwachte. Auf zwei CDs wird die allererste Dio-Show in England überhaupt während der „Holy Diver“-Tour (20.08.1983) sowie ein Gig der „Dream Evil“-Tour im Zuge des „Monsters Of Rock“-Festivals im Donington Park (22.08.1987) dargeboten. Das Tonmaterial stammt von der BBC und wurde von Wyn Davis (Great White, Dokken, Heaven And Hell, Foreigner) digital überarbeitet.

Da die eingefangenen Auftritte aus der Blütezeit des Heavy Metal stammen, haben sie folglich schon ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel. Doch wer dadurch eine mindere Bootleg-Qualität befürchtet, kann beruhigt werden. Die Soundqualität beider Konzerte ist absolut zufriedenstellend und Dio zeigt sich als erfahrener Zeremonienmeister, der seine Stimme und das Publikum voll im Griff hat. Die Band nutzt die jeweils recht kurze Festival-Spielzeit perfekt aus und bietet aus heutiger Sicht zwei kompakte „Greatest Hits“-Auftritte ohne Schnickschnack, bei denen die zu der damaligen Zeit aktuellen Studioalben im Mittelpunkt stehen, Ausflüge in den Back Katalog von Rainbow und Black Sabbabth aber selbstredend nicht ausgelassen werden.

Fazit: Auch ohne zu wissen, was aus dem Hause Niji Entertainment Group noch so alles zu kommen vermag, zählt „At Donington UK: Live 1983 & 1987“ ab sofort als absolute Referenzveröffentlichung, wenn es um Dio Live-Werke geht.

Anspieltipps:

  • Dream evil
  • Neon knights
  • Heaven and hell
  • Long live rock’n’roll
  • Stand up and shout
  • Straight through the heart
  • Man on the silver mountain

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