Soundtrack - Jackass 3D - Cover
Große Ansicht

Soundtrack Jackass 3D


  • Label: Epitaph/INDIGO
  • Laufzeit: 36 Minuten
Artikel teilen:
3/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Warum? Warum macht man so etwas? Nein, es gibt keine Moralpredigt an Mr. Knoxville und seine lebensmüde Crew, die sich mit ihren Stunts jenseits der Grenze der Dummheit Kultstatus erkämpft haben, sondern an die Plattenfirmen, die zu so etwas einen Soundtrack herausbringen. „Jackass 3D“ ist eine Aneinanderreihung von Stunts ohne Storystrang und wer die Jungs kennt, weiß, dass die Musik zur Untermalung frei gewählt ist und keinen Zusammenhang hat. Man muss schon dankbar sein, dass mit Punkrock und Country-Folk 90% des musikalischen Inhalts abgearbeitet sind. Also passt es zumindest oberflächlich zueinander, was dem Hörer in nicht einmal vierzig Minuten geboten wird.

Die Auswahl der Lieder weist klar auf den Humor der Selbstknochenbrecher hin („If You're Gonna Be Dumb, You Gotta Be Tough“, „Party In My Pants“, „You Can't Roller Skate In A Buffalo Herd“) und ihre offene Liebe zu Honky Tonk und Country im Allgemeinen. Dazu ein paar alte Rocksongs, die den „Ouch“-Effekt bestärken dürfen, was ohne Bilder jedoch in Belanglosigkeit versinkt. Die Auswahl der Lieder ist zwar keinesfalls schlecht (auch wenn Weezer-Fans den Kopf schütteln, dass ausgerechnet Jackass Mitschuld an einem der schwächsten Songs des neuen Weezer-Albums tragen), aber wer nicht gerade sieht, wie Knoxville und Konsorten gerade wieder Schmerzen jenseits der Vorstellungskraft erleiden, der kann mit diesem unausgegorenen Potpourri nicht wirklich etwas anfangen.

Freundlich hervorzuheben sind neben der orchestralen Version des Titelsongs der Sendung „Corona“ die vielen Gäste hervorzuheben. Jackass erfreut sich immer noch großer Beliebtheit und wird noch für viele Nacheiferer sorgen, die sich die Knochen brechen werden und natürlich für zufriedene Gesichter voller Schadenfreude und Entsetzen vorm heimischen Fernseher. Die Musik ist jedoch nur da, um das teilweise wirklich brutale Treiben der Jungs lustiger darzustellen (schon der Stummfilm hat uns diese Technik gelehrt) oder schlichtweg auf den Musikgeschmack der Herren hinzuweisen. Während der Film noch herrlichen Blödsinn garantiert, verliert sich diese Compilation absolut im Nichts und hat so viel Bedeutung, wie der Unterschied zwischen Coca Cola und Pepsi für einen Europäer.

Anspieltipps:

  • Corona (Jackass Opera Mix)
  • Melanie – Brand New Key
  • Memories

Neue Kritiken im Genre „Rock/Pop“
5.5/10

Songs Of Experience
  • 2017    
7/10

Moskau '77
  • 2017    
Diskutiere über „Soundtrack“
comments powered by Disqus