Soundtrack - Rubber - Cover
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Soundtrack Rubber


  • Label: Ed Banger/ALIVE
  • Laufzeit: 33 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Name wie Mr. Oizo muss sich nicht vorstellen. Nein, er wird angekündigt. Ein Raunen geht durch den Raum. Nicht wenige verlassen schlagartig den Raum und pressen ihre Handflächen auf die Ohren, während andere sich zu einer feuchtfröhlichen Party bereit machen. Der Erfinder des „Flat Beat“ kehrt nach gerade mal einem Jahr zurück. Zu schön um wahr zu sein, für jene denen „Lambs Anger“ zu kurzweilig war. Tatsächlich zu schön, stellt sich auf den zweiten Blick heraus. Da ist noch ein Gast im Gepäck – was nicht notwendig negativ ist – und dazu handelt es sich um einen Soundtrack zu Mr. Oizos neuem Film. Musik zu bewegten Bildern hat den allgemein schweren Stand, dass sie oft nicht ohne die dazugehörigen Bilder funktioniert. Fällt auch der „Rubber“-Soundtrack diesem Schicksal zum Opfer?

Mr. Oizo auch bekannt als Quentin Dupieux hat mit „Nonfilm“ und „Steak“ bereits zwei Filme abgeliefert. Zumindest den Soundtrack zu Letzterem könnten Hardcore-Fans kennen und jene vergöttern die Werke des Meisters sowieso oder haben auch jetzt einen Kloß im Hals. Zwar lassen sich die beiden Alben nicht wirklich vergleichen, aber wie schon zu „Steak“ fehlen schlicht und ergreifend die Bilder zu dieser teilweise nichts sagenden Musik. Gerade die ruhigen Stücke „Sunsetire“, „Sympho8“, „Crows And Guts“, „Everything Is Fake“ und eine Vielzahl der restlichen Lieder hören sich an, wie Untermalungen aus einem durchgedrehten Videospiel, dass sich nicht entscheiden kann, ob es für Erwachsene oder Kinder ist. 15 Lieder in 33 Minuten? Da benötigt es kein Genie um sich ausmalen zu können, dass die meisten Lieder kaum Entfaltung zeigen. Das brauchen sich auch gar nicht, da sie bloßen Hintergrund zu den absurden Bildern in „Rubber“ (dem Film selbst) stellen.

Nur selten sprüht der verrückte Electro-Charme des Musikers hervor. Der einzige Track der letzten Endes das Prädikat „Oizo“ verdient, ist der Titeltrack selbst, der dazu nicht einmal zu den besten Stücken gehört, die der sonst so abgedrehte Dupieux abliefert. Wir wollen nicht Augé vorwerfen, dass er den Stil verhunzt hat. Dazu ist viel zu viel an diesem Soundtrack unausgegoren und Dupieux ist nicht der Typ von Künstler, der sich beeinflussen lässt. Der Film „Rubber“ ist für Fans grotesker Horror-Komödien mit B-Movie-Charme und Art-Einschlag bestimmt den Eintritt wert. Die losgelöste Musik zu diesem Machwerk muss man sich jedoch nicht antun. Selbst Hardcore-Fans sei geraten erst den Film zu gucken (wird im Laufe des Jahres 2011 in Deutschland anlaufen). Dann kann man immer noch zuschlagen. Man verpasst nicht allzu viel, wenn man so lange abwartet.

Anspieltipps:

  • Rubber
  • Sheila
  • Symph8

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