The Wanted - The Wanted - Cover
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The Wanted The Wanted


  • Label: Geffen/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 46 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Wer kann sich noch daran erinnern, wann zuletzt eine Newcomer-Boygroup nachhaltig durchgestartet ist? Dem Rezensenten fällt auf Anhieb kein Name ein. Und der geneigte Leser wird vermutlich auch nicht lange überlegen müssen, um festzustellen, dass das goldene Zeitalter von Gruppen wie Take That, Backstreet Boys, New Kids On The Block, Worlds Apart, East 17, Caught In the Act oder Westlife schon lange Vorbei ist. Mit den fünf Jungs von The Wanted schickt sich nun dennoch ein neuer Vertreter der Boygroup-Gattung an, die Popwelt aufzurollen. Wir wünschen viel Glück!

Das Quintett stammt aus allen Teilen Großbritanniens und wurde im Jahr 2009 eigens für The Wanted gecastet. Das Rennen machten die Twenty-Somethings Maximillian Alberto George (22) aus Manchester, James Jay McGuiness (20) aus Nottingham, Siva Kaneswaran (22) aus Irland, Thomas Anthony Parker (20) aus Bolton sowie Nathan James Sykes (17) aus Gloucester, denen das Management eine ganze Reihe erfahrener Songschreiber und Produzenten zur Seite stellte, darunter Namen wie Guy Chambers, Taio Cruz, Cathy Dennis, Greg Kurstin, Cutfather, Steve Mac, Rami & Carl Falk und Dreamlab.

Das Ergebnis der Aufnahmen stellt sich in 13 überwiegend tanzbaren Popsongs dar, die musikalisch die kommerziellen Ansprüche an die zurzeit angesagten Produktions- und Songwritingtechniken erfüllen. Bezogen auf die Band, werden auf optischer Seite die feuchten Träume der (sicher überwiegend) weiblichen Hörerschaft bestens bedient. Allein dadurch muss sich der Waschzettel des Labels weniger um die Musik kümmern, als die Protagonisten in bester Bravo-Manier vorzustellen. Da dies hier aber nicht die Bravo ist, müssen wir doch noch einmal auf die Musik von The Wanted zu sprechen kommen. Diese ist nämlich trotz der perfekt dem Zeitgeist angepassten Art alles andere als spektakulär und begeisterungswürdig.

Wie in der Branche üblich, wird einer gecasteten Boyband ein Bündel aus eingängigen Liedern als Botenstoff für die weiblichen Hörer umgeschnallt. Doch leider fallen die hier verwendeten Tracks meist mittelmäßig aus. Modernität ist eben kein Allheilmittel. Dazu kommt, dass durch die im Dutzend auftretenden Songschreiber und Produzenten, die u.a. mit Britney Spears, Kelly Clarkson, Pixie Lott, Christina Aguilera, James Blunt und Robbie Williams zusammengearbeitet haben, bei den Songs fast jegliche Authentizität entfällt. Dafür können die Jungs von The Wanted freilich nichts. Denn für sie heißt es „friss oder stirb“. Dem Publikum steht da eine wesentlich komfortablere Position zu, die da heißt „ich spar mir das Geld“!

Anspieltipps:

  • Behind bars
  • Heart vacancy
  • Personal soldier
  • Replace your heart

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