Gwar - Bloody Pit Of Horror - Cover
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Gwar Bloody Pit Of Horror


  • Label: AFM Records
  • Laufzeit: 37 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Da uns schon seit 1985 bewusst ist, dass wir eigentlich vollkommen unwürdig sind, der Musik von Oderus Urungus (David Brockie, Gesang) Balsac, The Jaws Of Death (Mike Derks, Gitarre), Flattus Maximus (Cory Smoot, Gitarre), Beefcake The Mighty (Casey Orr, Bass), und Jizmak The Gusha (Brad Roberts, Schlagzeug) zu lauschen, haben sich GWAR großzügigerweise dazu entschlossen länger auf der Erde zu verweilen und ihr göttliches Dasein in mehr oder weniger gelungene Thrash Metal-Alben zu kanalisieren. Scheinbar dürften Oderus und seine Mannen in letzter Zeit zusätzlich einen unerschöpflichen, kreativen Pfad eingeschlagen haben, der es ihnen nun ermöglicht 15 Monate nach „Lust in space“ (08/2009) die nächste Langrille auf die Menschheit loszulassen.

Im neuen Jahrzehnt bedeutet das für das zwölfte GWAR-Album „Bloody pit of horror“ zu Beginn mit einem vierteiligen Epos aufzuwarten, das die Bemühungen des gottgleichen Fünfers, eine untote Armee zu schaffen, illustriert, die musikalisch mit Ausnahme des rotzigen „Zombies march!“ und der Thrashgranate „A gathering of ghouls“ eher mittelmäßig („Storm is coming“) bis vergessenswert („Come the carnivore“) abschneidet. Ähnliches wartet auf den Hörer mit dem infantilen „Tick-tits“ (nach fünf Kisten Bier allerdings ein Knaller), der durschschnittlichen Headbangernummer „Beat you to death“, dem schaurigen Alice Cooper-Gedenktrack „You are my meat“ oder der live sicherlich genialen Mitmachnummer „Hail, genocide“.

Eine ausnahmslos gelungene Fusion aus Comedy und Metal gibt es erst wieder in „KZ Necromancer“, das außerdem die anfängliche Hardcore-Mentalität von GWAR nach außen kehrt und dem abgedrehten Doom/Thrash-Monster „The litany of the slain“. Danach gibt es noch eine abschließende Lektion, die passenderweise „Sick and twisted“ betitelt wurde, gönnen sich Oderus & Co. immerhin zusammenhanglose Fetzen aus lästigen Riffs und getextetem Blödsinn, die wohl nur dafür geschaffen wurden um die Erdbevölkerung zu quälen. „Bloody pit of horror“ ist leider keine Evolution des GWARschen Unfugs geworden, sondern ein halbgares Sammelsurium an unfertigem B-Seitenmaterial oder wie es wahrscheinlich Oderus nennen würde: „Ein grandioser, kaum zu überbietender Erfolg nicht-menschlicher Intelligenz.“

Anspieltipps:

  • KZ Necromancer
  • The Litany Of The Slain
  • The Bloody Pit Of Horror Part 1 - Zombies March!
  • The Bloody Pit Of Horror Part 3 - A Gathering Of Ghouls

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