Zeus - Say Us - Cover
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Zeus Say Us


  • Label: Arts & Crafts/ALIVE
  • Laufzeit: 38 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Zeus verstehen es hervorragende Songs zu schreiben, die relativ kompliziert in ihrer Simplizität sind.

Die Gründungsmitglieder von Zeus Mike O’Brien und Carlin Nicholson trafen sich bereits in der High School im kanadischen Barrie, Ontario. Zunächst formierten die Beiden jeweils ihre eigene Band, eine davon war Paso Mino, die auch als Backing Band für Jason Collett arbeitete. Als sich Paso Mino auflösten, ging Mike O’Brien auf seinen Freund Carlin Nicholson zu, um mit diversen anderen Musikern die Band Zeus ins Leben zu rufen. Die befreundeten Musiker sind auch auf Jason Colletts neuem Album „Rat A Tat Tat“ als Musiker und Produzenten zugegen. Des weiteren hatten sie bei den letzten Alben von Hayden und Jamie Lidell ihre Finger im Spiel.

Zeus veröffentlichten zunächst die EP „Sounds Like“ (2008), um nun mit „Say Us“ das Longplay-Debüt zu präsentieren. Der Waschzettel verweist auf die vier B’Bands (Beatles, The Band, Beach Boys und Big Star) und hat damit gar nicht mal unrecht. Zeus verstehen es hervorragende Songs zu schreiben, die relativ kompliziert in ihrer Simplizität sind. Die meisten Songs von „Say Us“ gehen sofort ins Ohr und nutzen sich auch in Dauerrotation nicht ab. Eine Tatsache, die sich auf nicht allzu viele Pop-Interpreten übertragen lässt. Man spürt, dass hier Herzblut, aber auch viel harte Arbeit investiert wurde.

Mit Beatles ähnlichen Harmonien startet „How Does It Feel?“, danach mäandern wunderbar vibrierende Westernstromgitarren durch “Fever Of The Time“ und wie auf allen Songs des Albums wird man vom mehrstimmigen Gesang verzaubert und so manches Mal an die Beach Boys erinnert. Die Leadstimme Mike O’Briens scheint von Lennon/McCartney und Jeff Tweedy beseelt und musikalisch unternimmt man die Zeitreise jener B’Bands bis zu Wilco. „Kindergarten“ klingt als gehöre es zu Wilcos „Summer Teeth“ Album. „Greater Times On The Wayside“ und „River By The Garden“ lassen an ein eine Kreuzung aus Beatles und The Band denken. Dass sie trotz aller Referenzen immer wieder ganz zu sich selbst finden verdeutlichen das dynamische „You Gotta Tell’er“ oder das zwischen Ballade und Midtempo changierende „The Sound Of You“.

Das vorletzte Stück „Heavy On Me“ spielt wieder gekonnt mit den bekannten Versatzstücken, um mit dem finalen „At The Risk Of Repeating“ vielleicht schon die Gefahr des Nachfolgealbums vorwegzunehmen. Denn trotz dieser gekonnten und inspirierten Songs fragt man sich natürlich wie es mit Zeus weitergehen wird. Im Hier und Heute geniessen wir „Say Us“, das uns jede Menge sonnigen und intelligenten Pop in die dunkle Jahreszeit bringt.

Anspieltipps:

  • How Does It Feel?
  • Fever Of The Time
  • Greater Times On The Wayside
  • You Gotta Tell’er
  • The Sound Of You

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