TV Buddhas - Dying At The Party - Cover
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TV Buddhas Dying At The Party


  • Label: Trost Records/CARGO
  • Laufzeit: 28 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

So kurz wie die Spielzeit von „Dying At The Party“, so knackig und simpel wie der Rock von den TV Buddhas, so ist dann auch der Ausgangspunkt der Band aus Tel Aviv, wohnhaft in Berlin. Inspiration bekommen sie von Jonathan Richman & The Modern Lovers, The Stooges, Velvet Underground und den Ramones, spielen also mit dem Sound der Sechziger & Siebziger, reißen im Jahr einige Kilometer ab, kommen dadurch durchschnittlich auf 200 Konzerte pro Anno.

Juval Haring, seine Frau Mickey und ihr Bruder Uri Triest sind nicht nur familiär ein inniges Trio, sondern machen auch musikalisch die meiste Zeit gemeinsame Sache, haben mehr oder weniger den Tourbus als Zuhause. Abgehangen und verschwitzt lässig tönen die Songs auf „Dying At The Party“, denen trotz der Rock-Attitüde so manches Mal der Drang, der Kick abhanden kommt. Dabei geht es mit „Let Me Sleep” noch so wunderbar vom Zeitgeist losgelöst in die Vollen, die Gitarren-Riffs könnten schlichter, aber auch wirkungsvoller nicht sein, das Schlagzeug rumpelt durch die engen Clubs dieser Welt und Juval Haring sprechsingt sich an schrägen Gitarren-Harmonien vorbei. „I Don't Belong In This World” bezieht sich nicht nur musikalisch auf die Großtaten der Ramones und kann deren immer noch währende Glut zu neuem Feuer entfachen.

Wenn das Tempo gedrosselt wird, reichen oft die Songwriting-Künste der TV Buddhas nicht aus, um den Hörer zu fesseln. Viel zu sehr traben zum Beispiel „I Want You” und „Long Way Down” vor sich hin, vergleichsweise monoton und spannungslos. Dass es anders geht, zeigt das Trio gelegentlich, schlussendlich bleibt es jedoch bei den prägnanten Verweisen auf die obigen Vorbilder, ohne deren Klasse in Sichtweite zu haben. Für mehr als Mittelmaß reicht es dann schließlich nicht, auch wenn der Punkrock der Ramones noch am besten im Hause der TV Buddhas zündet. Diese Drangphase hält zu kurz, um wirklich zu punkten.

Anspieltipps:

  • I Don't Belong In This World
  • My Life On Screen
  • Dying At The Party
  • TV Tonight

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