Deep Purple - Deepest Purple (30th Anniversary Edition) - Cover
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Deep Purple Deepest Purple (30th Anniversary Edition)


  • Label: Capitol/EMI
  • Laufzeit: 180 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Urversion umfasste die besten Songs der Alben „In Rock“ (1970), „Fireball“ (1971), „Machine Head“ (1972), „Who Do We Think We Are“ (1973), „Burn” (1974) und „Stormbringer (1974).

„Deepest Purple” ist so etwas wie die Mutter aller (der durchaus zahlreichen) Best-Of-Alben aus dem Hause Deep Purple. Die Compilation mit dem einprägsam hässlichen Cover erschien ursprünglich im Jahr 1980, holte „The Game“ von Queen vom ersten Platz der UK-Charts und wurde von dort erst wieder verdrängt, als AC/DC nach dem Tod von Sänger Bon Scott mit „Back In Black“ um die Ecke kamen. Seitdem ist „Deepest Purple“ Generationen von (Hard-)Rockfans beim Stöbern in Plattengeschäften (ja, so etwas gab es mal...) über den Weg gelaufen. Und zwar solange, bis man sich das optische Geschmacksverbrechen (aber inhaltlich reichlich famose Werk) endlich ins eigene Plattenregal holte.

Jetzt begegnet man der Scheibe erneut. Denn bei Deep Purple bzw. der langjährigen Plattenfirma der britischen Hardrocklegende (EMI) ist es an der Tagesordnung, in regelmäßigen Abständen so genannte Jubiläumseditionen alter Deep-Purple-Alben in klanglich überarbeiteter Form auf den Markt zu bringen. Dabei wird selbst vor einer uralten „Best Of“-Platte kein Halt gemacht und kräftig renoviert.

Die Urversion von „Deepest Purple“ umfasste die 12 besten Songs der Alben „In Rock“ (1970), „Fireball“ (1971), „Machine Head“ (1972), „Who Do We Think We Are“ (1973), „Burn” (1974) und „Stormbringer (1974). Auffällig dabei: Die Frühwerke „Shades Of Deep Purple” (1968), „The Book Of Taliesyn” (1968), „Deep Purple” (1969) sowie das erste Album der Mark-IV-Besetzung, „Come Taste The Band” (1975), wurden samt und sonders ausgespart. In der jetzt vorliegenden Neuauflage wurde die Tracklist um vier Songs erweitert, wodurch nun auch das „Come Taste The Band”-Werk wenigstens am Rande Berücksichtigung findet und eine amerikanische Top-5-Single wie „Hush“ nicht mehr verschwiegen wird.

Darüber hinaus bietet „Deepest Purple“ jetzt auch eine Bonus-DVD mit 100 Minuten Spielzeit, auf der Videoclips, TV-Auftritte und ein Interview mit Keyboarder Jon Lord enthalten sind. Fazit: Mit einem Blick auf die erweiterte Tracklist lässt sich mehr denn je mit Fug und Recht behaupten, dass „Deepest Purple“ das ultimative Best-Of-Erlebnis in Sachen Deep Purple ist. Zum kennen lernen der Band oder für einen kompakten Ritt durch die 70er Jahre – der besten und kreativsten Phase von Deep Purple – ist und bliebt dieser Doppeldecker das Referenzwerk.

Anspieltipps:

  • Fireball
  • Stormbringer
  • Child in time
  • Soldier of fortune
  • Smoke on the water
  • When a blind man cries

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