Madcon - Contraband - Cover
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Madcon Contraband


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 46 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Madcon haben versucht, ihren Sound zu variieren und die elektronische Komponente auszureizen.

Dass Lena den Grand Prix gewonnen, war ja die positive Überraschung dieses Jahres. Beim Eurovision Song Contest (früher Grand Prix) sorgte aber das norwegische Duo Madcon für ein weiteres Highlight der Show: Die Single „Glow“ sorgte daraufhin für Verkaufsrekorde und stellte nach ihrem Durchbruch mit der 2007-Sommersingle „Beggin'“ einen weiteren Meilenstein in der steilen Karriere der zwei afrikanisch stämmigen Sänger dar. Ihre Mischung aus Soul, Reggae, HipHop und Electro-Pop begeisterte bei ihrem internationalem Debütalbum „So Dark the Con of Man“ die Hörer. Der Song „Glow“ markierte aber eine neue musikalische Entwicklung: Es klang recht clubtauglich, tanzbar und noch elektronischer, was die beiden Norweger zusammen mit renommierten Songschreibern komponiert haben.

Es beginnt mit „Outrun The Sun“: Treibende Beats und die Stimmen der beiden vereinen sich zu einem tanzbaren Etwas, welches durchaus gefällt. „Freaky like me“ strotzt vor starker Eingängigkeit, beherbergt zarte Reggaesounds und geht als ein potentieller Hit durch. „ Be Mine“ reitet dann stärker die Reggae-Welle, allerdings beginnt hier der eher schwache Mittelteil der CD. Auch wenn die elektronischen Soundexperimente der beiden ab und an überraschen, man höre „All I Do“, fehlen die zündenden, frischen Ideen, die Madcon bekannt gemacht haben: Relativ konventionell schnurren die Beats aus den Boxen und auch der muntere Gesang und Rap der beiden ändert nichts daran, dass trotz illustrer Produzenten die Tracks eher durchschnittlich und wenig innovativ klingen.

Fast schon kühler Dance-Electropop sorgt eben nicht für erhöhte Aufmerksamkeit, weil das heutzutage alle produzieren. Einzig „Walk Out The Door“ punktet mit anfänglichen organischen Klängen, eine Akustikgitarre ist zu hören, doch dann mischen sie doch einige künstliche Beats darunter. Auch „Share my sky“ besitzt Hitpotential, aber nach einiger Zeit vergisst man den Song zu leicht. Madcon haben versucht, ihren Sound zu variieren und die elektronische Komponente auszureizen, auf der Strecke blieben aber die richtig einprägsamen Melodien, die auch später noch für gute Momente sorgen.

Anspieltipps:

  • Glow
  • Beggin
  • Freaky Like Me
  • Walk out the door

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