Aural Vampire - Zoltank - Cover
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Aural Vampire Zoltank


  • Label: Gan Shin/Rough Trade
  • Laufzeit: 72 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Aural Vampire, bestehend aus Sängerin und Texterin EX-CHIKA und Raveman (Sound, Programming), sind vor allem in der J-Music-Szene in Deutschland längst kein Geheimtipp mehr. Sie spielten bereits zahlreiche Gigs in Europa, u.a. bei Tokyo Decadance sowie der Animagic 2009. Nach ihrem Debüt „Vampire Ecstasy“ (3/2004) erschien nun ihr zweites Album „Zoltank“, das zugleich ihr Majordebüt ist im Mai 2010 in Japan. Besagtes Album ist nun auch endlich im deutschen Handel erhältlich.

Musikalisch ist die Band eine Mischung aus Darkwave/Gothic, Elektropop und einem Hauch Industrial. Genau das erwartet einen beim Hören des vorliegenden Silberlings auch. Ganz ihrem Stil getreu erklingt EX-CHIKA's Stimme in weichen Popmelodien, die über der elektronischen Musiklinie zu schweben scheinen. Das lässt sie zumindest stimmlich leider nicht zwischen ihren Kolleginnen hervorstechen. Wirklich schade, denn wer Live Performances der Band kennt weiss, dass sie EX-CHIKA durchaus aus der Masse hervorsticht.

Abwechslungsreich sind die Songs allerdings. Vom eher ruhigen Song („PNFPN“) bis zum schnellen Partytrack („69 Ballons“, „Darkwave Surfer“, „MAD SPORT“) ist hier wirklich alles dabei, so dass einem beim Hören kaum langweilig werden kann. Kreativ sind sie dabei auch geworden, denn entgegen vieler Szenekollegen rutschen sie nicht in monotonen Gleichklang eines jeden Songs ab – Respekt!

Dennoch fehlen leider die wirklichen Wow-Momente, die es statt einem eher durchschnittlichen zu einem wirklich guten Album machen würden. Ansätze dazu sind definitiv gegeben, doch gerade in der Masse der Popstimmen, die sich inzwischen weltweit im Genre Electropop bewegen (Katy Perry, Lady Gaga), muss man auf allen Ebenen begeistern um etwas großartiges zu schaffen. Nichtsdestotrotz ist im Vergleich mit „Vampire Ecstasy“ (§/2004) bei „Zoltank“ ein deutlicher Fortschritt feststellbar und man kann sich den ein oder anderen Song nicht nur in eher düsteren Szeneclubs vorstellen. Auf die weitere Entwicklung der Band darf man auf jeden Fall gespannt sein!

Anspieltipps:

  • V.Madonnasukizoid
  • Transcrypt
  • Suriikufu
  • PNFPN

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