YMCK - Family Genesis - Cover
Große Ansicht

YMCK Family Genesis


  • Label: Gan Shin/Rough Trade
  • Laufzeit: 49 Minuten
Artikel teilen:
4.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Pixelige Figürchen auf dem CD-Cover, nostalgische Erinnerungen an alte Nintendo-Spiele – der erste Eindruck wenn man sich mit dem deutschen Release der Band YMCK beschäftigt. Falsch liegt man damit auf keinen Fall, denn auch der musikalische Inhalt orientiert sich genau an diesem ersten Eindruck: Den Hörer erwartet eine Mischung aus Elektro und 8bit Musik, wie man sie u.a. aus alten Gameboy-Zeiten noch kennen mag. Die Band, deren Name sich aus dem CMYK-Modell ableitet, wurde bereits 2003 gegründet und ist inzwischen auch über ihre Heimat Japan hinaus bekannt. Ihr Schaffen umfasst inzwischen fünf Alben. Bei „Family Genesis“ handelt es sich dabei um ihr drittes Album, das bereits 2008 in Japan veröffentlicht wurde und gleichzeitig ihre Zeit bei ihrem derzeitigen Label in Japan (Avex-Group) einleitete.

Schon mit den ersten Tönen des Titeltracks „Prologue“ wird man in ihre Musikwelt gezogen, schwelgt ein wenig nostalgisch in Erinnerungen an die alten Nintendo-Zeiten. Tokemura Takeshi (Musikalische Programmierung) muss man in diesem Zuge ein Lob für Kreativität und Abwechslungsreichtum dieser doch eigentlich eher eintönigen Musikalisierung zusprechen, denn kein Titel des Albums gleicht dem Anderen. Die zarte Stimme von Sängerin Midori schebt dabei kindlich über den Melodielinien und rundet das Gesamtbild ideal ab. Nakamura Tomoyuki, der für die Musikvideos zuständig ist, untermalt die Songs mit liebevoll gestalteten Videoclips, in denen die Musiker in passender Grafik zum Leben erwachen. An zwei dieser Videos („Rain“, „Starlight“) kann sich auch der Käufer der vorliegenden CD erfreuen.

Man muss den Musikern definitiv Ideenreichtum zugestehen, denn mit ihrem Konzept stehen sie auf dem weiten Musikmarkt, der leider oft so eintönig klingt ohne namhafte Konkurrenz auf weiter Flur. Allerdings ist eine Massentauglichkeit der Songs ein wenig fraglich. Man könnte sich die Titel zwar in erneutem Remix durchaus im ein oder anderen Club vorstellen, für die breite Masse des Radiopublikums wäre es allerdings eher schwere Kost. Das gesamte Album am Stück ist zudem auf Dauer eher anstrengend, einzelne Titel sind allerdings durchaus eine frische Auflockerung der täglichen Playlist.

Anspieltipps:

  • Starlight
  • Finale -Welcome to the 8bit world-

Neue Kritiken im Genre „J-Rock“
8/10

Shangri-La
  • 2013    
Diskutiere über „YMCK“
comments powered by Disqus