Mae´s Lost Empire - These Words Have Undone The World - Cover
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Mae´s Lost Empire These Words Have Undone The World


  • Label: Rising Records/CARGO
  • Laufzeit: 60 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Die ewige Streiterei um Genres und was sie nun verkörpern kann einem ganz schön auf den Keks gehen. Musiklabels scheuen spezifischere Stilbezeichnungen wie der Teufel das Weihwasser damit ihre Sprösslinge bloß nicht in einem bevorurteilten Genretopf landen und viele Hörer dadurch vergrault werden. Die Bands selbst hingegen versuchen sich aus der Masse hervor zu heben und erfinden teils abenteuerliche Stilbezeichnungen. Die einen untertreiben, die anderen übertreiben. Die Wahrheit, wenn es denn eine gibt, liegt wohl irgendwo dazwischen.

Bei Mae‘s Lost Empire wird Progressive Rock versprochen, bekommen tut der Hörer aber Alternative Rock, dem nicht drei sondern vielleicht zehn Vorbilder zugrunde liegen, bei dem ein wenig Nu-Metal und Post-Hardcore durchschimmert. Egal wie sehr sich die Vierer-Combo aus Sheffield anstrengt Diversität und Komplexität an den Tag zu legen, die Umsetzung ist von Originalität weit entfernt. Der Gesang ist eine seltsame Mischung aus Sprech- und normalem Gesang, ergänzt um einige Shouts, sehr gewöhnungsbedürftig und erinnert teilweise an Incubus. Positiv hervorzuheben ist die Gitarrenarbeit, die Spaß macht auch wenn viele Riffs sehr simpel und altbekannt sind. Die Gitarre ist in einigen Liedern so deutlich in den Vordergrund gemischt worden, dass der Rest schon mal untergehen kann.

Wenn vieles nicht so klingen würde wie eine Aneinanderreihung von einzelnen Teilen, die so ähnlich schon auf so vielen Rockalben verewigt wurden, ja dann... „Bravo Bravado“ ist so ein Song und enthält auch noch ziemlich entbehrliches und nerviges Kollektivgeschrei der Marke „Hey“. So wirklich angenehm zu hören, ohne dass gleich irgendwelche unnötigen Assoziationen im Kopf rumspucken, sind „Adam Stapple“ und „Plaster Scene“. „Dark Suit, Subtle Label“ fängt angenehm an und wird doch durch Gekreische und eine öde Keyboardpassage verschandelt. Leider, leider gibt es immer irgendwas zum Aussetzen.

Am Ende bleibt die Enttäuschung, weil beide anfangs angesprochenen Seiten nicht halten können was sie versprochen haben. „These Words Have Undone The World“ fehlt es an Emotionen, die es dem Hörer erlauben sich mit der Musik zu identifizieren, sich von ihr forttragen zu lassen. Es wirkt alles irgendwie seelenlos, nicht mehr als viel heiße Luft, aber was nicht ist kann ja noch werden. Mit dem nächsten Album werden Mae’s Lost Emipre ihren Stil bestimmt weiter entwickeln, eigenständiger und interessanter klingen, bis dahin heißt es warten.

Anspieltipps:

  • Adam Stapple
  • Plaster Scene
  • The Lights Are All Out (Follow The Red Lights)

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