Motorjesus - Wheels Of Purgatory - Cover
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Motorjesus Wheels Of Purgatory


  • Label: Drakkar/Sony Music
  • Laufzeit: 52 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Auch mit ihrem dritten Album liefern Motorjesus eine erfrischende Briese in Sachen Heavy Rock ab.

Mit ihrem Debütalbum „Dirty Pounding Gasoline” (2004) unter dem Namen Motorjesus legte die Mönchengladbacher Band ein sehr beachtliches Heavy-Rock-Werk vor, mit dem das Quintett zu gern gesehenen Support-Gästen von Acts wie Motörhead, Anthrax, Prong, Volbeat oder Hatesphere avancierte. Doch anstatt in der Folge amtlich durchzustarten, verhedderten sich Motorjesus in zahlreichen Line-Up-Wechseln, wodurch erst jetzt ein Nachfolgern in die Läden gewuchtet werden konnte.

Zum Glück hat sich die extrem lange Zeit zwischen beiden Alben nicht negativ auf die Kompositionskünste ausgewirkt. Denn mit dem zwischen Juli und September des Jahres unter der Regie von Achim Kaiser (Black Thoughts Bleeding, Hyproglow, Dimeless) in den Sonic Sound Studios in Mönchengladbach aufgenommenen „Wheels Of Purgatory“ knüpfen Christoph Birx (Gesang), Guido Reuss (Gitarre), Andreas Peters (Gitarre), Oliver Beck (Drums) und der neue Bassist Roman Jasiczak nahtlos an den wuchtigen Sound des Vorgängers an.

Ein Dicke-Hose-Riff jagt das nächste, die Rhythmusabteilung macht mächtig Druck und Sänger Christoph Birx röhrt wie ein wilder Hirsch auf einer Wald-Lichtung. Damit klingen Motorjesus streckenweise wie Monster Magnet zu ihren besten Zeiten („Down to zero“). Eine Parallele, die sich auch in der Ästhetik des Covers äußert, auf dem ein von Jesus persönlich durch die Hölle gesteuerter nachtschwarzer Pontiac zu sehen ist. Da ist der motherfuckin’ Space Lord wahrlich nicht mehr weit!

Auch mit ihrem dritten Album liefern Motorjesus eine erfrischende Briese in Sachen Heavy Rock ab, zu der sich mit dem Neil-Young-Cover „Old man“ noch ein gelungener Ausritt in fremde Gefilde gesellt und den Songreigen gediegen abrundet.

Anspieltipps:

  • Old man
  • West of hell
  • Down to zero
  • The shadowman
  • The church (of boose and kerosene)

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