Khoma - A Final Storm - Cover
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Khoma A Final Storm


  • Label: Razzia Records/SOULFOOD
  • Laufzeit: 49 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Weggang von einer großen Plattenfirma wie Roadrunner wäre früher sicherlich als Rückschritt angesehen worden und wird von vielen sicherlich immer noch so empfunden. Die Zeiten haben sich aber geändert, einige Bands agieren völlig selbstständig, andere bevorzugen die intimere, freundschaftliche Atmosphäre von unabhängigen kleinen Firmen (Independent Labels), die sich auf eine andere Art und Weise um ihre Schützlinge kümmern, wo die Künstler mehr Freiheiten genießen und sich nichts vorschreiben lassen müssen. Diesen Weg hat Khoma mit ihrem dritten Werk „A Final Storm“ eingeschlagen und sind bei Selective Notes von In Flames Sänger Anders Fridén gelandet.

Musikalisch lassen sich die Schweden kurz und knapp umschreiben: Stellt euch einfach Cult Of Luna mit melodischem, sauberem Gesang vor. Dies rührt daher, dass Khoma zu Zweidritteln aus Cult of Luna besteht und dies nur wenn die offiziellen drei Mitglieder herangezogen werden, denn Schlagzeug und Bass wurden ebenso von Mitgliedern jener Band eingespielt und dies ist auch deutlich zu hören. Khoma gehen nicht so brachial zu Werke, schließlich soll das kein Sludge Metal sondern Rockmusik sein. Den Unterschied macht die fehlende Aggression, sie wurde in mehr Emotionsgeladene Bahnen umgelenkt, aber die typischen Songstrukturen der Hauptband und die charakteristische Gitarrenarbeit von Fredrik Kihlberg und Johannes Persson sind nicht zu verkennen.

Es prasseln schwere Riffs nieder („Mist“) oder es entsteht eine melancholische Post-Rock Atmosphäre mit Cello untermalt und mit unglaublich viel Gefühl intoniert („Harvest“), mal ist es mit Piano begleitet intensiv aber etwas ruhiger („Inquisition“), dann wiederum entschieden bissiger und eingängiger („By The Gallows“) oder fast schon poppig („In It For Fighting“). Die allgegenwärtige düstere Atmosphäre gepaart mit melancholisch melodischem Gesang aber ebenso dunklen Texten verbindet sich zu einem sehr fesselnden Musikerlebnis, das in dieser Form sicherlich mehr Hörer erreichen kann als die Metalwelt von Cult Of Luna. Besonders all die Growling-Verachter, die von Musik der Marke Cult Of Luna, Isis und Neurosis die Finger gelassen haben, die aber von doomiger Atmosphäre fasziniert sind, werden mit „A Final Storm“ ihre helle oder wohl eher dunkle Freude haben.

Anspieltipps:

  • By The Gallows
  • Harvest
  • Army Of One
  • In It For Fighting
  • Inquisition

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