ADAI - We Are All Dead - Cover
Große Ansicht

ADAI We Are All Dead


  • Label: Make My Day/ALIVE
  • Laufzeit: 44 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Das darf man getrost einen der launigsten Promo-Waschzettel des Jahres nennen! In knappen Sätzen wird darin aufgeführt, wer das vorliegende Album im Sommer 2006 produziert (Kurt Ballou und Matt Talbott), gemastert (Nick Zampiello) sowie das Artwork entworfen hat (Seldon Hunt). Das genüge, um sich ein Bild von der Musik des Duos ADAI aus Denver, Colorado zu machen. So, so!

Da muss wohl jemand entweder mächtig motiviert gewesen oder grenzenlos überzeugt davon sein, was die Herren Devin M. (Gitarre, Gesang) und Justin T. (Percussion) alias ADAI auf „We Are All Dead“ in die Landschaft stanzen. Denn durch die genannten Querverweise stehen plötzlich artverwandte Bands wie Cave In, Torche, Converge, HUM, Neurosis, Pelican und ISIS im Raum. Das sind durch die Bank gewaltige Hausnummern im erweiterten Post-Rock-Genre, mit denen die meisten Interessierten etwas anzufangen wissen sollten.

ADAI fahren eine mächtige Wall of Sound aus doomigen Riffs und wütenden Noise-Attacken auf, die sich in aller Regel langsam anschleichen und dann wie ein Gewitter über den Hörer hereinbrechen („Home“). Gesang (oder nennen wir es besser ein böses Grunzen) kommt dabei nur im Hintergrund vor, entfacht aber im Falle eines Falles eine ebenso brachiale Wirkung wird der instrumentale Klangteppich („Powder“).

ADAI wählen für ihre Tracks fließende Übergänge, sodass „We Are All Dead“ wie ein großer, langer und sehr düsterer Song in einem Rutsch durchläuft. Dazu bedarf es vom Hörer einer erweiterten Aufmerksamkeitsspanne, was gar nicht schlecht ist. Schließlich darf einen ein Album ruhig mal etwas stärker herausfordern.

Anspieltipps:

  • Home
  • Graves
  • Powder
  • Hawkins

Neue Kritiken im Genre „Post-Rock“
Diskutiere über „ADAI“
comments powered by Disqus