Thea Gilmore - Strange Communion - Cover
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Thea Gilmore Strange Communion


  • Label: Fullfill Records
  • Laufzeit: 39 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Die britische Independent-Musikerin Thea Gilmore (31) zählt zu den fleißigsten Singer/Songwritern bzw. Songwriterinnen ihrer Generation. Die aus Oxford stammende Liedermacherin zog schon im zarten Alter von 16 Jahren zu Haus aus, um sich der Musik zu widmen. 1998 veröffentlichte sie ihr Debütalbum „Burning Dorothy“, dem sie jährlich ein neues Werk folgen lässt. So befassen wir uns in Deutschland erst jetzt mit dem 2009er Weihnachtswerk „Strange Communion“, während auf der britische Insel bereits der Nachfolger „Murphy’s Heart“ in den Verkaufsregalen steht.

Thea Gilmores erste Weihnachts-CD unterscheidet sich grundsätzlich erst einmal nicht von den Weihnachtsalben anderer Singer/Songwriter und Popmusiker. So wartet die Singleauskopplung „That’ll be christmas“ mit ordentlich Glöckchengebimmel auf und der Album-Opener „Sol Invictus“ kommt mit sakralen Chören des Sense Of Sound Choir und festlicher Stimmung daher. Selbstverständlich gibt es auch Coverversionen zu bestaunen, nur dass die 31-Jährige dem Hörer keine neuen Aufgüsse von „White Christmas“ bzw. „Last Christmas“ um die Ohren haut, sondern mit „Listen, the snow is falling“ von Yoko Ono und dem Irish-Folksong „The St. Stephens day murders” von Elvis Costello zwei eher ungewöhnliche Stücke ausgewählt hat.

Diese Beispiele zeigen, dass die Liedermacherin für „Strange Communion“ einen etwas anderen Ansatz gewählt und die großen bunten Weihnachtsklassiker weggelassen hat. Gewiss keine schlechte Idee, denn wer mag schon jedes Jahr denselben kalten Kaffee „frisch aufgebrüht“ vorgesetzt bekommen? Damit fällt der Faktor Langeweile für das vorliegenden Weihnachtsalbum geschlossen weg. Dafür steht eine gewisse stilistische Abwechslung auf dem Programm. So geht es durchaus auch heimelig und bedächtig zur Sache („Thea Gilmore’s midwinter toast“, „Drunken angel“), allerdings ohne dass der Hörer zur Auflockerung auf Popsongs wie „Cold coming“ verzichten muss. Deshalb gilt: Wenn schon Weihnachtsalben, dann solche wie „Strange Communion“, die nicht auf ausgetrampelten Faden wandeln und dem Hörer mehr Abwechslung bieten können.

Anspieltipps:

  • Sol Invictus
  • Cold coming
  • Drunken angel
  • Thea Gilmore’s midwinter toast

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