Manowar - Battle Hymns MMXI - Cover
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Manowar Battle Hymns MMXI


  • Label: Magic Circle/ALIVE
  • Laufzeit: 48 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Album, das zu den besten fünf im Backkatalog von Manowar zählt.

Seit viel zu vielen Jahren eiert die amerikanische Heavy-Metal-Legende Manowar nun schon herum, um endlich wieder ein True-Metal-Langeisen auszufräsen, das sämtliche Hartwurstfans glücklich macht. Entweder verzetteln sich die Herren um Bandleader und Bassist Joey DeMaio (56) mit merkwürdigen Hörspieleinlagen („Gods Of War“, 02/2007) oder sie lassen sich wie zwischen „Louder Than Hell“ (09/1996) und „Warriors Of The World“ (05/2002) mal eben fünfeinhalb Jahre Zeit für die Entstehung neuer Songs Zeit. So richtig befriedigend ist das nicht.

Auch drei Jahre nach ihrem letzten Studiooutput „Gods Of War“ haben Manowar noch keine neuen Songs auf die Kette bekommen. Stattdessen haben sie ihre Zeit damit vertrödelt, ihr Debütalbum „Battle Hymns“ aus dem Jahr 1982, das 2001 schon einmal digital überarbeitet wiederveröffentlicht wurde, ein zweites Mal einzuspielen, weil mit unter den heutigen technischen Bedingungen mehr aus dem ursprünglichen Stoff herauszuholen sei. Na dann: Waidmanns Heil!

Dass man den Kultstatus des 28 Jahre alten Werks und die damit verbundenen Gefühle beim Hören der Scheibe nicht reproduzieren kann, sollte klar sein. Auf der anderen Seite erscheint es reizvoll, die typischen Mankos eines Debütalbums (minimiertes musikalisches Können, unentwickeltes Gesangstalent, eine schwache Produktion und der daraus resultierende dünne Sound, etc.) ausgleichen zu können. Und doch ist es ein Schritt, der nahe am Sakrileg wandelt. Aber da müssen wir nun durch!

Genau wie damals bedient Donnie Hamzik wieder das Schlagzeug und kehrt damit als neues altes Bandmitglied zu Manowar zurück. Den Sprechpart des verstorbenen Orson Welles in „Dark avenger“ übernahm Christopher Lee, der schon diverse Metal-Alben mit seiner markanten Stimme veredelte. Die Produktion lag in den Händen von Joey DeMaio, der sich klangtechnisch austoben konnte und dem Album endlich den Sound verpasste, den es verdient. An den Arrangements wurde hier und da etwas gefeilt und als Bonus zwei frühe Live-Aufnahmen von „Fast taker“ und „Death tone“ dazugefügt.

Die Rahmenbedingungen stimmen also für die Wiederaufführung eines Albums, das zu den besten fünf im Backkatalog von Manowar zählt. Natürlich bedienten die vier US-Amerikaner schon damals sämtliche Klischees des Genres, was sie aber im Gegensatz zu heute durch knackige Songs ausgleichen konnten – mal abgesehen von Mumpitz wie dem akustischen „William’s tale“. Damals war Manowar eine junge und hungrige Band. Heute sind DeMaio und Co. knallharte Geschäftsleute, die ihren mangelnden Ideenfluss durch Alben wie dieses ausgleichen. Das ändert nichts an der Qualität der Musik, hat aber durchaus ein G’schmäckle.

Anspieltipps:

  • Manowar
  • Metal daze
  • Shell shock
  • Battle hymn

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