Geist - Feuerengel - Cover
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Geist Feuerengel


  • Label: Fatianol Records
  • Laufzeit: 53 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Bereits 2000 gegründet und seit 2004 in ihrer aktuellen Besetzung (Fares Rahmun – Gesang, Tim Born – Gitarre, Oliver Rattay – Bass, Anton Röser – Schlagzeug), legen die Jungs aus Köln nun ihr zweites Album „Feuerengel“ nach. Das Debütalbum „Für Alle Zeit“ (2007) wurde von der Presse größtenteils sehr positiv aufgenommen. Bereits 2009 zogen sie sich ins Studio zurück und nun ist es endlich soweit. Doch erfüllt dieser Silberling die großen Hoffnungen und Erwartungen, die in diese Band gesteckt wurden?

Das Gitarrenriff am Beginn des ersten Tracks „Feuerengel“ lässt auch erste Hoffnungen aufkeimen. Doch leider entwickelt sich aus dem Song nichts Halbes und nichts Ganzes. Die Gesangsmelodie lässt den Hauch eines Ohrwurms aufkommen, der jedoch schon mit den letzten Tönen des Songs erlischt. „Storm“ lässt erste Hoffnung aufkeimen, doch die Eintönigkeit des Refrains von „Panzer“ zieht das gerade erreichte Hoch direkt wieder herunter. So plätschert das Album weiter vor sich hin. Beim Gitarrensolo von „Beschwörer“ hört man noch einmal kurz auf, der Song schafft es insgesamt allerdings auch nicht wirklich vom Hocker zu werfen. „Schwerelos“ zeigt weitere durchaus positive Ansätze, die auch in „Wunder Stern“ erkennbar sind. Mit „28“ schließt das Album zumindest stärker ab, als es begonnen hat.

Mal lässt sich eine gewisse Einzigartigkeit von Fares Stimme erkennen, auch wenn man sich den Vergleich mit Herbert Grönemeyer manchmal nicht ganz verkneifen kann. Generell fällt auf, dass er sich in seiner Stimmbreite kaum aus seiner Komfortzone heraus bewegt, was letztendlich zu wenig Abwechslung führt. Dass Gesang und Instrumentierung stellenweise dissonant klingt, mag vielleicht so gewollt sein, eckt klanglich allerdings im Ohr ein wenig an. Instrumental glänzen sie durchaus mit Können, das will man ihnen gar nicht absprechen. Vor allem die Gitarrenriffs lassen immer wieder aufhorchen, doch auch sie verfliegen fast ebenso schnell wie einige Melodieohrwürmer wieder aus dem Gedächtnis. Was bleibt? Radio- und hitparadentauglicher Deutschrock, mit nur wenig Ecken und Kanten. Nicht mehr und nicht weniger.

Anspieltipps:

  • Storm
  • Schwerelos
  • Wunder Stern
  • 28

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