Maná - Drama Y Luz - Cover
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Maná Drama Y Luz


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 57 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Seitdem sich die mexikanische Band Maná (gegründet vor 30 Jahren, seit 1986 unter den Maná-Banner aktiv, inzwischen mehr als 20 Millionen verkaufte Tonträger und damit die erfolgreichste Band Lateinamerikas) mit ihrem „Best Of“-Album „Grandes“ (11/2001) und dem nachfolgenden Studiowerk „Revolución De Amor“ (08/2002) auch hierzulande einen höheren Bekanntheitsgrad erspielt hat, sind die Abstände zwischen neuen Studioplatten in schwindelerregende Höhen geschnellt. So erschien erst vier Jahre später der Longplayer „Amar Es Combatir“ (08/2006) und bis zum jetzt vorgelegten zehnten Studiowerk „Drama Y Luz“ (Drama und Licht) vergingen weitere fünf Jahre.

Doch das Warten hat sich für alle Freunde des melodieseligen Pop-Rock der Mexikaner gelohnt! Sie zeigen sich mit den zwölf neuen Songs, an denen die Band fast drei Jahre gearbeitet hat, radiofreundlicher denn je, was gewiss nicht jedem Fan gefallen dürfte. Denn nicht selten gleiten die Songs in seichte Gewässer ab („No te rindas“), was auch daran liegt, dass Maná ein 32-köpfiges Streich- und Blasorchester zum Einsatz kommen lassen, das den Songs Soundtrack-artige Passagen verleiht („Sor María“).

Oft wird die Gitarrenarbeit in den Hintergrund gedrängt und durch Keyboardspuren ersetzt. Nur selten kann Gitarrist Sergio Vallín etwas dominanter auftreten wie z.B. in „El dragón“, „Latinoamérica“ und „Envenéname“, dem rockigsten Titel der Scheibe. Die Richtung ist diesmal eben eine andere. Sie führt Maná noch deutlicher in den Mainstream, auch wenn mit dem Mundharmonika-Virtuosen Tommy Morgan (Elvis Presley, The Beach Boys, Roy Orbison) und dem Percussionisten Luis Conte (Natalie Cole, Julian Lennon, Roger Waters) zwei berühmte Gäste eingeladen wurden, die für folkloristische Elemente sorgen.

Aus 40 für das Album geschriebenen Stücken wählten Maná die aus ihrer Sicht 12 besten aus und spielten diese in sechs verschiedenen Studios in den USA ein. Auf dem Weg zum Endergebnis ist die Band irgendwo von ihrem einstigen Weg abgeraten und zu sehr in radiofreundliche Popmusik hineingedriftet. Das ist schade, denn ihr Gespür für tolle Melodien hat sich die Band weiterhin bewahrt. Diese dürften nur gern mit etwas mehr Schmackes vorgetragen werden als es auf „Drama Y Luz“ über weite Strecken zu hören ist.

Anspieltipps:

  • Sor María
  • Latinoamérica
  • Amor clandestino
  • Mi reina del dolor
  • Vuela libre paloma

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