Maserati - Pyramid Of The Sun - Cover
Große Ansicht

Maserati Pyramid Of The Sun


  • Label: Golden Antenna Records
  • Laufzeit: 40 Minuten
Artikel teilen:
6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit einem eigenartigen Bandnamen wie Maserati erntet man wohl in erster Linie ein Stirnrunzeln: Wie die Automarke? Ja, hat damit aber herzlich wenig zu tun. Die Band vermischt seit 2001 psychedelische Elemente mit einem Verweis auf Krautrock, so nennen Chris McNeal (Bass), Coley Dennis (Gitarre), Matt Cherry (Gitarre) auch Bands wie Pink Floyd, Can oder Neu! als Einflüsse. Mit „Pyramid of the Sun” soll auch der Arbeit des im November 2009 verstorbenen Drummers Gerhardt "Jerry" Fuchs geehrt werden. Das vierte Album der amerikanischen Band ist indes nicht allzu anstrengend geraten, eigentlich ist ist „Pyramid of the Sun” über weite Strecken sogar sehr tanzbar.

Maserati arbeiten auf „Pyramid of the Sun” weniger mit flächigen Synthies, sondern mit auf den Punkt gebrachten Beats, die sich mit ebenso punktuell angeschlagenden Gitarren paaren. Insbesondere das Schlagzeug macht den Songs dann ordentlich Dampf unterm Hintern, sodass weniger Post-Rock-typische Songstrukturen entstehen, bei denen auf langsam aufgebaute Sounderuptionen gesetzt würde. Hier sind nämlich acht flotte Songs zu hören, die dem Hörer futuristische Bilder aus diversen Sci-Fi-Filmen in das Gedächtnis rufen. Auch wenn der Opener „Who Can Find the Beast?” noch ausufernde Synthie-Atmosphäre suggeriert, geht schon bei „Pyramid Of The Sun” ein mächtiger Groove ab, der sich immer weiter steigert.

Das klingt vor allen Dingen am Beginn unheimlich erfrischend, auf Dauer bleibt jedoch zu wenig hängen, um wirklich herausragend zu sein. Glücklicherweise bauen Maserati immer wieder überraschende Momente ein, wenn das Album droht, langweilig zu werden. Der grollende Bass von „Ruins”, dem Verbindungsstück der Songs „They'll No More Suffer From Thirst” und „They'll No More Suffer From Hunger”, darf hier exemplarisch genannt werden. Deswegen ist „Pyramid of the Sun” ein netter und rein instrumentaler Prog-Rock-Happen für zwischendurch.

Anspieltipps:

  • Pyramid Of The Sun
  • Ruins
  • They'll No More Suffer From Hunger

Neue Kritiken im Genre „Prog-Rock“
7/10

Topographic Drama: Live Across America
  • 2017    
8/10

Reap The Storm
  • 2017    
Diskutiere über „Maserati“
comments powered by Disqus