Stacie Collins - Sometimes Ya Gotta... - Cover
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Stacie Collins Sometimes Ya Gotta...


  • Label: Blue Rose Records
  • Laufzeit: 47 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Werk wurde von Southern-Rock-Ikone Dan Baird (Ex-Georgia Satellites) produziert, der seine Handschrift deutlich hörbar auf die junge Kollegin übertrug.

Seit nunmehr zehn Jahren wirkt Stacie Collins als Sängerin und Songschreiberin in der Musikszene von Nashville, Tennessee mit. Die Ehefrau des „Jason & The Scorchers“-Bassisten Al Collins veröffentlichte im Jahr 2000 ihr selbstbetiteltes Debütalbum, das sehr von der traditionellen Country Musik ihrer Heimat geprägt war. Doch darauf allein wollte sich die aufstrebende Musikerin nicht festlegen und suchte nach zusätzlichen Einflüssen.

Es dauerte zwar sieben Jahre bis zu ihrem nächsten Studioalbum „The Lucky Spot” (09/2007), doch darauf hatte Stacie Collins nicht nur Country Musik, sondern auch erdigen Blues und Rock’n’Roll im Blut. Kein Wunder! Das Werk wurde von Southern-Rock-Ikone Dan Baird (Ex-Georgia Satellites) produziert, der seine Handschrift deutlich hörbar auf die junge Kollegin übertrug. An diesen Sound knüpft nun auch das dritte Werk „Sometimes Ya Gotta...“ an, auf dem Stacie Collins wiederum mit Dan Baird arbeitete.

Zwar baut der Opener „Hey mister“ noch auf klassischen Country-Grundlagen auf, aber durch den herrlich dreckigen Gitarrensound, der sich sogar in Rolling-Stones-Gefilde vorwagt („Don’t doubt me now“), lässt sich bereits hier erahnen, dass wir es auf „Sometimes Ya Gotta...“ nicht mit Nu-Country-Pop á la Taylor Swift und Co. zu tun haben, sondern mit urwüchsigem Roots Rock, der sich aus rumpelnden und rohen Americana-Versatzstücken speist – und zwar auch dann, wenn es mal balladesk zugeht („It hurts to breathe“).

Dazu gehört natürlich der amtliche Einsatz einer Mundharmonika, gespielt von Stacie Collins („The very last time“), eines Honky-Tonk-Pianos („I won’t do ya like that“) und einer Hammond Orgel („Little things“), auch wenn jene Tasteninstrumente nur durch ein Keyboard erzeugt werden. Ins Gewicht fällt diese Kostensparmaßnahme angesichts eines sympathischen Albums wie diesem jedoch nicht. Und Roots-Rock-Country zur Weihnachtszeit ist doch auch einmal eine interessante Erfahrung. Also ab dafür!

Anspieltipps:

  • Hey mister
  • Little things
  • Tied to you
  • Don’t doubt me now
  • I won’t do ya like that

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