Telekinesis - 12 Desperate Straight Lines - Cover
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Telekinesis 12 Desperate Straight Lines


  • Label: Morr Music/INDIGO
  • Laufzeit: 33 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Michael Benjamin Lerner ist als alles spielende PowerPop-Maschine Telekinesis aus Seattle. Er pflegt einen guten Kontakt zu Chris Walla (Death Cab For Cutie, The Decemberists), ist quasi sein Buddy und man kommt nicht umhin, dass eben erst dieser produzierende Chris Walla das selbstbetitelte Telekinesis-Debüt vor zwei Jahren zu dem Ohrwurm-Reigen machte, der bis heute nicht richtig verhallt ist. Hooklines bis der letzte Ton verhallt und somit ist es sicher kein einfaches, den Nachfolger „12 Desperate Straight Lines“ ebenso hitverdächtig rastlos zu gestalten.

Nach dem Verlust seiner Live-Band, dem Ende von Lerners Fernbeziehung, die noch sein Debüt textlich durchzog und einem Abstecher nach Berlin machte sich Telekinesis zurück in der nordamerikanischen Heimat an die Arbeit zum aktuellen Longplayer. Mehr Bass sollte es dieses Mal sein, mehr Krach, ohne die gnadenlosen Ohrschmeichler außen vor zu lassen. In Portland drückte das Gespann aus Lerner und Walla dann die Aufnahmetaste der analogen Bandmaschinen und der gar nicht so polierte Glanz nahm seinen (gewohnt hochklassigen) Verlauf.

„You Turn Clear In The Sun“ macht seinem Titel alle Ehre und so eröffnet es das Album luftiglocker in Form von Akustikgitarre, waberndem Bass und der euphorisierend hohen Stimme, um durch Glockenspiel und analogem Synthesizer anschmiegsam das Soundgerüst zu erweitern. Richtig zwingend wird es jedoch erst bei „Please Ask For Help“, welches mit The Cure Gedächtnis-Gitarre und markantem Basslauf zum Sturm auf den Live-Liebling aus dem Hause Telekinesis ansetzt. Von dieser Sorte gibt es jede Menge auf „12 Desperate Straight Lines“ und somit gehörige Freude, egal ob nun Midtempo- oder Stakkato-Pop aus den Boxen perlt. Sicher taugt jeder Song zur Blaupause für den Telekinesis-Sound und auch die Drums tönen einen Hauch zu klinisch, aber der Spaß ist ganz beim Hörer, der diese bass-geprägte Wonne mit knarziger Gitarren-Verzierung aufsaugen wird.

Anspieltipps:

  • Please Ask For Help
  • 50 Ways
  • Dirty Thing
  • I Got You

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