Thea Gilmore - Murphy´s Heart - Cover
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Thea Gilmore Murphy´s Heart


  • Label: Fullfill Records
  • Laufzeit: 48 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Lediglich vier Monate nach der hierzulande letzten Album-Veröffentlichung von Thea Gilmore („Strange Communion”, 11/2010) steht mit „Murphy’s Heart“ bereits das nächste Werk der britischen Independent-Singer/Songwriterin in den Läden. Diese enorm kurzen Zeitabstände sind u.a. der nachgeschobenen Veröffentlichungspolitik des deutschen Vertriebs geschuldet, der immer etwas hinterhinkt. So erschien „Strange Communion” in England bereits im November 2009 und „Murphy’s Heart“ im August 2010

Mit nunmehr 32 Lebensjahren ist „Murphy’s Heart“ Thea Gilmores zehntes Album seit ihrem 1998er Debüt „Burning Dorothy“. Die daraus resultierende Erfahrung zahlt sich deutlich hörbar im Songwriting der Künstlerin aus, die ihre Singer/Songwriter-Musik mit Einflüssen aus den Bereichen Folk, Pop, Americana und Rock anreichert und damit genreübergreifend interessant macht.

Für den großen Durchbruch hat dies zwar noch nicht gereicht, sodass Thea Gilmore es immer noch als Erfolg auffasst, wenn ihre Songs mal im Radio gespielt werden. Dabei kann die 32-Jährige durchaus Lieder mit reinem Hitappeal schreiben, was ein Titel wie „You’re the radio” beweist. Doch die Stärke der Britin ist und bleibt es, atmosphärisch dichte Alben zu komponieren, die wie aus einem Guss für Wohlklang und Hörfreude sorgen.

„Murphy’s Heart“ ist da keine Ausnahme. Die 13 Songs, die sich im weitesten Sinne um eines der wichtigsten Themen im Leben drehen, nämlich „Liebe und Sex“, überzeugen durch ihre ausgereifte Kompositionskunst, eine geschmackvolle Instrumentierung und Thea Gilmores wandlungsfähige Stimme, die sich der Thematik der einzelnen Stücke anpassen kann. Dadurch untermauert die Engländerin ihren hervorragenden Ruf in der Singer/Songwriter-Szene zum wiederholten Mal. Jetzt fehlt nur noch ein kleiner Turbo auf kommerzieller Ebene.

Anspieltipps:

  • Due south
  • Automatic blue
  • You’re the radio
  • How the love gets in
  • Love’s the greatest instrument of rage

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