Pearl Jam - Live On Ten Legs - Cover
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Pearl Jam Live On Ten Legs


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 77 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein paar erstklassige Kompositionen, die gebündelt auf „Live On Ten Legs“ ein stimmiges Ganzes abgeben.

2011 ist ein besonderes Jahr für Pearl Jam. Die Band feiert ihr zwanzigjähriges Bestehen, womit sie zu den wenigen Überlebenden des Grunge- und Alternative-Rock-Booms der 90er Jahre gehört, auch wenn die Relevanz von Pearl Jam freilich nicht mehr dieselbe ist wie vor zehn oder eben zwanzig Jahren. Gefeiert wird quasi das gesamte Jahr über mit diversen CD- und DVD-Veröffentlichungen, wovon den Anfang das Live-Album „Live On Ten Legs“ macht.

Ausgerechnet eine Live-CD, werden sich viele Fans wundern. Denn die Jungs von Pearl Jam pflegen ihre Fan-Beziehungen seit über zehn Jahren mit offiziellen Live-Bootlegs, die zu all ihren Konzerten erscheinen, inzwischen aber nur noch über die Band-Homepage käuflich zu erwerben sind. Aber sei’s drum. Wer mag, kann sich alle zwei Jahre einen Schuhkarton mit einem paar Dutzend CDs in Seattle bestellen. Wem dies zu aufwändig bzw. Zu teuer ist, bekommt aber auch so alle paar Jahre in den Genuss von regulär erhältlichen Pearl-Jam-Live-Alben, wie „Live At Benaroya Hall” (2004), „Live At The Gorge 05/06” (2007) oder „Live On Two Legs“ (1998), das nun mit „Live On Ten Legs“ eine Art Fortsetzung erhält.

18 Songs werden darauf präsentiert, von denen keiner bereits auf „Live On Two Legs“ zu hören ist. Die Aufnahmen streckten sich über die letzten sieben Jahre auf Tour und berücksichtigen bis auf das „No Code“-Album (1996) sämtliche Studiowerke der Band. Das bedeutet, dass zum Beispiel ein in den späten 90er Jahren von der Setlist verbannter Track wie „Alive“ ebenso mit an Bord ist wie „Just breathe“ vom noch immer aktuellen Album „Backspacer“ (2009). Dazu gesellen sich mit „Public image“ von Johnny Rottens PIL sowie „Arms aloft“ (Joe Strummer) auch noch zwei überraschende Coverversionen.

Daraus bastelte Toningenieur John Burton eine Live-Compilation, die nicht wie andere zusammengestückelte Live-Alben an einem unausgegorenen wirkenden Charakter kranken. „Live On Ten Legs“ fängt die Spielfreude der Band hervorragend ein und unterstreicht damit die Klasse von Pearl Jam, die auf ihren Alben in den Nullerjahren zwar nicht mehr die Hitdichte der 90er Jahre aufweisen konnten, aber dennoch immer wieder ein paar erstklassige Kompositionen ablieferten, die gebündelt auf „Live On Ten Legs“ ein stimmiges Ganzes abgeben.

Anspieltipps:

  • Alive
  • Animal
  • The fixer
  • Just breathe
  • Nothing as it seems
  • State of love and trust

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