Demons - Scarcity Rock - Cover
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Demons Scarcity Rock


  • Label: Sound Pollution
  • Laufzeit: 36 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Nicht alle Menschen werden Bullys, die auf dem Schulhof das Pausengeld aus anderen Mitschülern prügeln. Aber die Wahrheit ist doch, dass jeder von uns Gewaltpotenzial in sich hat, nur findet jeder andere Wege, es auszuleben. Die Band Demons macht es vor und malträtiert Instrumente statt Mitmenschen und hat dabei sichtlich Spaß, wie man an der nicht mal zwei Minuten langen Nummer „Grease The Rails“ oder „Credit Card Fraud“ merkt. Hier fühlt man sich in den Lo-Fi-Rock der White Stripes zurückversetzt. Die Musik klingt jedoch mehr danach, als hätten die Arctic Monkeys die ganzen Monsterproduktionen hinter sich gelassen, um zurück in die Garage zu gehen und echte Monster zu kreieren.

Dazu gesellt sich auch noch hörbar eine Hardrock-Note, die in „Needless And Pills“ oder dem treibenden Opener auch durchaus Ohrwurmqualitäten aufweist. Ansonsten ist die Maxime laut zu sein. Es fehlen die ganz großen Melodien und wirklich innovativen Rockeinlagen, um jeden Song gleich im Ohr festzusetzen. Dafür sind die Tracks umso ungeschliffener und sorgen zumindest auf Anhieb für echtes Rockfeeling. Die Kunst wird hier brav außen vorgelassen und stattdessen knallt und kracht es aus den Boxen, als wäre die Band tatsächlich im Zimmer.

Auch die Mid-Tempo-Nummern können durch aus überzeugen. Wenn „Translucent Nights“ psychedelisch und teuflisch laut die Boxen zum Qualmen bringt und jeden Radiopophörer zum Ohrenbluten bringt, dann nickt der Psychedelic-Hardrock-Fan genüsslich und wippt mit. Überhaupt sind es nur ein paar Lieder, die sich auch dauerhaft nicht durch Kraft oder Melodie auszeichnen können und so ist es egal, ob „Pagant Bible“ oder „At War With Every Thing“ läuft. Hardrocker mit Garage- und Punkaffinitäten werden hüben wie drüben ihre helle Freude finden, während die Nachbarn vergeblich den neuen Coldplay-Weihnachts-Song lauter drehen.

Anspieltipps:

  • Grease The Rail
  • Signal Turns Red
  • Translucent Nights

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