Bruno Mars - Doo-Wops & Hooligans - Cover
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Bruno Mars Doo-Wops & Hooligans


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 42 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Für einen Erstling klingt „Doo-Wops & Hooligans“ gut, aber eben auch nicht mehr.

Es gibt viele Beispiele für Songwriter und Produzenten, die Hits für andere Künstler komponieren ohne selbst so großartig im Rampenlicht zustehen: Ryan Tedder von OneRepublic, Lady Gaga oder Kanye West haben auch erst für andere gearbeitet, bevor sie selbst zu Stars wurden. Bruno Mars, sein bürgerlicher Namen lautet Peter Hernandez, schuf mit drei Songwriterkollegen die WM-Hymne „Waving Flag“ von K'Naan oder trat im Duett mit B.O.B („Nothin' on you“) und mit Travie McCoy („Billionaire“) auf.

Mars’ Markenzeichen ist samtweicher aber dennoch eindringlicher R&B-Gesang, der spätestens bei der ersten eigenen Single „Just the way you are“ überaus erfolgreich beim Hörer ankam. Diese Ballade brachte den Sommer in die Herzen, obwohl es richtig kalt war. Nun präsentierte der kleine Sonnyboy sein Debütalbum, welches er mit seinen Songwriterkumpels Philip Lawrence, Ari Levine und Brody Brown geschaffen hat. Es waren auch noch einige andere Komponisten dabei, doch an allen elf Tracks war Bruno Mars nicht nur mit seiner hellen Stimme aktiv beteiligt.

Dabei gibt es viel musikalische Abwechslung zu hören: Eingängiger Reggae mit Damian Marley über die etwas überraschende Rocknummer „Runaway Baby“ bis hin zu der herzzerbrechenden waschechten R&B-Ballade „Count on me“ wird alles geboten. Der Song mit dem allgegenwärtigen Cee-Lo Green namens „The Other Side“ punktet mit ausgefallener Songstruktur und eben der unnachahmlichen Soulstimme des Meisters Green.

Trotz vieler musikalischer Ideen und Genres fällt aber auch einiges Füllmaterial auf: „The Lazy Song“ oder „Marry me“ vergisst man einfach zu schnell und das ist der wunde Punkt bei Mister Mars: Ein bisschen mehr Songs wie das originelle „Grenade“ mit eindrucksvollen Trommeln und Tempowechsel wäre der Qualität dienlich oder anders gesagt: Bruno Mars kann mehr als nur schöne sonnige R&B-Balladen singen, er besitzt durchaus das Potential, mehr als einen eingängigen Song zu komponieren, für einen Erstling klingt das durchaus gut, aber eben auch nicht mehr.

Anspieltipps:

  • Grenade
  • Just The Way You Are
  • Liquor Store Blues (Ft. Damian Marley)
  • The Other Side (Ft. Cee Lo Green & B.o.B)

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