Thee Spivs - Taped Up - Cover
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Thee Spivs Taped Up


  • Label: Damaged Goods/CARGO
  • Laufzeit: 28 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Eckdaten einer Punk-LP: Drei Männer, drei Akkorde und 14 Songs in 28 Minuten. Trifft auf das Album „Taped Up“ von Thee Spivs exakt zu. Zudem ist ihre Heimat London und das Label Damaged Goods, das nicht nur Holly Golightlys wegen für Qualität in Sachen Punk, Beat und Indie bürgt. Thee Spivs erinnern in ihrer scheppernden Unbekümmertheit an Billy Childishs Pop Rivets anno 1977, das Jahr als Punk explodierte. Die Zündschnur mit Bombe bauten auf „Taped Up“ Ben Edge (Gitarre, Gesang), Dan May (Bass) und Steve Coley (Schlagzeug).

Der Auftakt dieser explosiven Punkmixtur hört auf den Namen „Radio“, ein kurz dahingerotzter Aufschrei über das nichtssagende Radio. Alles kann gesagt werden in zwei Minuten, eine Maxime an die sich Thee Spivs halten. Naturgemäß steckt der britische Punk a la The Clash („I Dont Want It“), The Jam („I’m Alive“) und die Pop-Variante der Undertones („All Day Long“ und „Its True“) in Thee Spivs, aber auch in den Fußstapfen der Ramones („Fence Hop“) wird Pogo getanzt.

Selbst im Jahr 2010 lässt sich der Geist von 1977 herauf beschwören. Thee Spivs fangen dabei ganz von vorne an, ziehen die Wurzeln der Wut und des Aufbegehrens. Desgleichen kommen Power-Pop- und Mod-Einflüsse nicht zu kurz. Außerdem werden die Songs mit hoher Energie und Dynamik heruntergespielt, wobei die Melodien nicht verloren gehen. Der ein oder andere wird die kurze Spielzeit des Albums monieren, in diesem Fall ist sie genau richtig, denn die Kürze sorgt hier für die spezielle Punkwürze. Bands wie Thee Spivs liefern den Beweis: Punk’s not dead at all!

Anspieltipps:

  • Radio
  • All Day Long
  • I Dont Want It
  • Fence Hop
  • Its True

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