Alice Cooper - Spark In The Dark: The Best Of Alice Cooper - Cover
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Alice Cooper Spark In The Dark: The Best Of Alice Cooper


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 100 Minuten
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„Spark In The Dark“ als ein „Best Of“ zu bezeichnen (wie es auf dem Cover geschieht), ist schlicht und ergreifend Etikettenschwindel.

Ist vielleicht immer noch Weihnachten? Sind die vergangenen Tage nie passiert? Immer noch Schnee, so weit das Auge reicht, immer noch Eiseskälte vor der Haustür – und immer noch vergleichsweise unsinnige Best-Of-Neuveröffentlichungen in den Plattenläden Ein Blick auf den Kalender klärt auf: es ist Januar 2011. Der Schnee ist etwas schmutziger geworden, die Kälte mittlerweile schon Gewohnheit – und die neuen „Alice Cooper Greatest Hits“ vielleicht noch ein bisschen überflüssiger, als vergleichbare Zusammenstellungen aus den letzten Jahren.

Denn „Spark In The Dark“ als ein „Best Of“ zu bezeichnen (wie es auf dem Cover geschieht), ist schlicht und ergreifend Etikettenschwindel. Die beiden CDs beinhalten nämlich lediglich einen Zusammenschnitt der drei bei Sony erschienen Alben des Schock-Rockers. „Trash“ (1989), „Hey Stoopid“ (1991) und „The Last Temptation“ (1994) sind somit bis auf wenige Ausnahmen komplett auf dieser Compilation vertreten. Die Platten der 70er- bis zum Ende der 80er-Jahre, sowie alle Veröffentlichungen der 2000er-Jahre finden keine Berücksichtigung (immerhin über 20 an der Zahl!).

Das alleine mag aus der Sicht der Industrie noch durchaus vertretbar sein – zumal die Zusammenstellung zu einem wirklich fairen Preis (unter 10 Euro) in die Läden kommen soll. Aber die Songs der drei Alben dann wild durcheinander zu mixen, noch drei Hits aus früheren Jahren als Alibi-Bonustracks in Live-Versionen dran zu hängen, und das als „Best Of“ zu verkaufen ist nur noch dreist. Wenn man berücksichtigt, dass Sony in der Vergangenheit bereits mehrfach die gleiche Masche unter anderem Titel (zuletzt: „Poison – The Best Of Alice Cooper“, 2009) durchzog, kann man nur noch den Kopf schütteln.

An dem Material selbst ist derweilen natürlich kaum etwas auszusetzen. „Poison“, „Bed Of Nails“, „Spark In The Dark“ und „Feed My Frankenstein“ sind unverzichtbare Klassiker im Repertoire eines jeden Rock-Fans. Wer die drei bei Sony erschienenen Klassiker-Alben also noch nicht im Schrank stehen hat, kann bedenkenlos zugreifen und die angehängten Live-Versionen von „No More Mr. Nice Guy“, „Billion Dollar Babies“ und „School’s Out“ noch als zusätzlichen Kaufanreiz begreifen. Wer allerdings auf der Suche nach einer umfassenden Werkschau aus dem Hause Alice Cooper ist, die auch die Frühwerke und jüngere Veröffentlichungen berücksichtigt, wird noch eine Weile auf eine angemessene „Greatest Hits“-Zusammenstellung warten müssen.

Anspieltipps:

  • Poison
  • Bed Of Nails
  • Hell Is Living Without You
  • Feed My Frankenstein
  • No More Mr. Nice Guy

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