The Mighty Stef - TMS And The Baptists - Cover
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The Mighty Stef TMS And The Baptists


  • Label: Tonetoaster/ALIVE
  • Laufzeit: 43 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Der irische Sänger Stefan Murphy hat sich für seinen neuen Longplayer offizielle Band-Unterstützung in Haus geholt und firmiert jetzt als The Mighty Stef And The Baptists. Ob das nun zwingend notwendig war, lassen wir einmal dahin gestellt. Fakt ist, dass der Sänger und Songschreiber aus Dublin ein mächtiges Tempo anschlägt, was die Veröffentlichung seiner Musik angeht. Denn „TMS And The Baptists“ ist bereits der vierte Output nach einer EP und zwei Alben seit 2006. So arbeitet nur jemand, der in seiner Karriere etwas bewirken will und absolute Leidenschaft an den Tag legt.

„TMS And The Baptists“ ist im Dezember 2008 in der deutschen Hauptstadt Berlin entstanden, also noch vor der Veröffentlichung seines offiziellen Debütalbums. Dort verwirklichte Stefan Murphy seinen in – nach eigenen Angaben – heftigen Trinkgelagen entstandenen Plan eines Zweitprojekts, das nun quasi den Status eines Hauptprojekts erlangt hat.

Hinter den Baptists verbirgt sich die irische Band Humanzi, die u.a. auch schon mit den Beatsteaks tourte. Mit ihr spielte Murphy in nur zwei Tagen und Nächten die neun Tracks des Albums ein, darunter auch den Song „Blood and Whiskey“, der als bis jetzt erster und einziger Song von The Mighty Stef nicht seine Lyrics enthält. Diese stammen von Drummer Brain Gallagher.

Die relativ kurze Entstehungszeit hat sich natürlich auf den Sound des Albums und die Ästhetik der Songs niedergeschlagen. So hört man z.B. in „We want blood“ einen vom Alkohol schwer angeschlagenen Stefan Murphy röhren, während im Hintergrund ein engelsgleicher Männerchor singt. Gegensätze wie diese machen u.a. den Charme dieses Albums aus, das Murphys Schaffen als Rock’n’Roll-Troubadour zwar nicht wirklich neuen Facetten hinzufügt, aber in Form eines spontanen Session-Werks sehr wohl zu gefallen weiß – vorausgesetzt man hat ein Faible für hingebungsvoll gebrummelte Rock-Shanties und Kneipenromantik. Und wenn nicht, mit dieser Platte könnte man durchaus auf den Geschmack kommen.

Anspieltipps:

  • Georgia girl
  • Jeffrey Lee Pierce
  • John the Baptist (Part 1)

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